Nowotny: Pandemie-Ende abhängig von Corona-Impfung

29. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Hinsichtlich der Lockerungen ab Juli erwartet sowohl der Simulationsforscher Niki Popper als auch der Virologe Norbert Nowotny einen Anstieg der Neuinfektionen. Beide heben daher die Wichtigkeit des vollen Impfschutzes im PULS 24 Interview hervor.

Ab 1. Juli wird in Österreicher weiter gelockert - trotz der Ausbreitung der Delta-Variante. "Wenn man Maßnahmen lockert, dann werden die Zahlen steigen", prognostiziert Simulationsforscher Niki Popper. Daher müsse man umso konsequenter beim Testen und Impfen sein, sagt er im PULS 24 Interview. Mit der Delta-Variante könne es zum Ausbruch von "Mini-Epidemien" kommen. Diese müsse man laut Popper so gut es geht einschränken können.

Man müsse sich die Entwicklung im Juli "sehr genau anschauen", erklärt der Simulationsforscher. Noch sei daher "keine Panik angebracht". Wichtig sei es auch, ein Auge auf die Kapazität in den Intensivstationen zu haben, sagt Popper.

Niki Popper, Simulationsforscher an der TU Wien, spricht mit PULS 24 u.a. über die Lockerungen ab Juli.

"Es kommt auf die Impfung an"

Wenn "40 Prozent der Neuinfektionen mit der Delta-Variante auftreten, dann werden wir wieder einen Anstieg sehen", sagt der Virologe Norbert Nowotny. Derzeit gehen 25 bis 30 Prozent der Neuinfektionen auf die Delta-Variante zurück: "Viel Zeit ist nicht mehr", sagt Nowotny gegenüber PULS 24.

Hinsichtlich der Impfungen zeigt sich der Virologe nicht optimistisch – vor allem bei der Zweitimpfung. 20 bis 25 Prozent der Österreicher wollen sich nicht impfen lassen. Das sei nicht nur "schlecht" für die Betroffenen, sondern auch für die Gesellschaft, sagt Nowotny. Die Delta-Variante sei "60 Prozent ansteckender und führt auch zu einem schwereren Verlauf", mahnt er weiter. Ein Ende der Pandemie könne erst erreicht werden, "wenn ein guter Teil der Bevölkerung durchgeimpft ist mit der zweiten Impfung." Auch ein weiterer Lockdown könne laut Nowotny nur durch die Impfung verhindert werden.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea