Popper: Mit 850.000 Geimpften mehr "wären wir auf sicheren Seite"

22. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Trotz eines Plateaus bei den Corona-Fällen rechnet der Simulationsforscher Niki Popper mit einem Anstieg der Covid-Patienten auf den Intensivstationen. Dies sei "schade", da durch die Impfung diese Situation verhindert werden könnte.

Als "Spiel auf Zeit" bezeichnet der Simulationsforscher Niki Popper die aktuelle Corona-Lage in Österreich. "Alle Maßnahmen sind gut und wichtig", man müsse dennoch "schnell und effektiv impfen", erklärt Popper auf PULS 24. "Wir haben jetzt so eine wackelige Situation, weil wir ja schon viele Millionen haben, die geimpft sind. Wenn wir ein paar Tausend Geimpfte mehr hätten, dann wären wir auf der sicheren Seite", so der Simulationsforscher.

"Wettlauf zwischen Impfungen und Infektionen"

Man müsse versuchen, mit den Impfungen "bis zur Million zu kommen", um im Kampf gegen die Pandemie besser dazustehen. Dazu würden momentan 850.000 Geimpfte fehlen. Dennoch habe die Regierung "versäumt, im Juli und August die Menschen zu motivieren, sich impfen zu lassen", kritisiert er im Interview.

Aktuell befinde man sich "im Wettlauf zwischen Impfungen und Infektionen". Popper zeigt sich davon überzeugt, dass die Corona-Fälle auf der Intensivstation weiter steigen werden. Diese Ausgangssituation sei "schade". "Das sind verhinderbare Effekte. Da fehlt uns eigentlich nicht viel, damit wir das verhindern können", erklärt er weiter.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea