Neuwirth zu Vorarlberg: "Seit den Öffnungen gehen die Zahlen beständig bergauf"

26. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Der Statistiker Erich Neuwirth sieht die Öffnungen in Vorarlberg nicht so gelungen wie Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Zahlen im westlichsten Bundesland würden stetig steigen. Neuwirth spricht von einer "besorgniserregenden Entwicklung".

Die Corona-Entwicklung beurteilt der Statistiker Erich Neuwirth im PULS 24 Interview negativer als etwa Bundeskanzler Sebastian Kurz. Seit den Öffnungen würden "die Zahlen beständig bergauf" gehen. Er sehe auch keinen Grund, "warum das Steigen aufhören sollte", wenn die Maßnahmen so belassen würden. Es handle sich um eine "besorgniserregende Entwicklung", meint der Statistiker.

Deshalb spricht sich Neuwirth im Interview mit PULS 24 Anchor René Ach für "regionalisierte Beschränkungen" aus, wenn innerhalb einer Woche die Corona-Zahlen in einer Region deutlich ansteigen. Wie wirksam Beschränkungen sein können, zeige sich am Beispiel des Ost-Lockdowns, der eine "entscheidende Rolle" beim Rückgang der österreichweiten Corona-Zahlen spiele.

So seien die Corona-Zahlen in Wien, Niederösterreich und dem Burgendland besonders stark gesunken, während sie in Rest-Österreich stabil geblieben seien. Gestiegen seien sie vor allem in Vorarlberg, hält Neuwirth fest. Verzerrt sei die Situation in Tirol, bemerkt der Statistiker im PULS 24 Interview. Die Inzidenz in Tirol liege deutlich über 200, wenn der Bezirk Schwaz, in dem weitreichende Impfungen durchgeführt wurden, herausgerechnet werde. 

Österreich öffnet trotz Warnsignal aus Vorarlberg

Die Zahl der Neuinfektionen hat sich in Vorarlberg verdreifacht. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist mit 240 die höchste in Österreich. Trotzdem öffnet Österreich am 19. Mai.

Quelle: Redaktion / apb