APA - Austria Presse Agentur

Mückstein: Gratis PCR-Tests bleiben vorerst, Impfauffrischung ab Oktober

10. Aug 2021 · Lesedauer 3 min

Im Herbst werde man die kostenlosen Tests wieder evaluieren. Für Symptomatische und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, werden sie aber jedenfalls gratis bleiben.

Die Hospitalisierungen und Neuinfektionen steigen tendenziellOsttirol musste am Montag wieder Orte abriegeln. Zu den Neuinfektionen trugen in letzter Zeit vor allem Reiserückkehrer, aber auch ein Cluster nach einem Zeltfest in Oberösterreich bei. Dennoch sieht Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) durch den europaweiten Grünen Pass, die 3-G- bzw. 2-G-Regeln in der Nachtgastronomie ein "Sicherheitsnetz" gegeben. 

Man hätte in Österreich Veranstaltungen "möglichst sicher" gemacht, aber die Cluster würden zeigen, "wie wichtig das Geimpft-Sein ist". Man hätte bereits reagiert, indem man eben in der Nachtgastro 2-G-Nachweise und bei der Einreise aus Zypern, Spanien und den Niederlanden PCR-Tests verlangt. Das sei aber "work in progress" und man würde sich laufend an die Vorgaben der Experten halten, so der Gesundheitsminister im Ö1-"Morgenjournal". Zeltfeste würden von den Bezirkshauptmannschafften geprüft werden.

Gratis Tests sollen bleiben

Zuletzt wurde von den ÖVP-Landeshauptleuten gefordert, die kostenlosen PCR-Tests abzuschaffen, um den Impfdruck zu erhöhen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sagt hingegen, dass diese über den Sommer "auf jeden Fall" noch erhalten bleiben. Im Herbst werde man das evaluieren, für Symptomatische und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, sollen sie aber gratis bleiben. 

In der Frage einer möglichen Impfpflicht zeigte sich Mückstein eher zurückhaltend. Er sei zwar dafür, dass im Pflege- und Gesundheitsbereich "nur Geimpfte" arbeiten, die Impfpflicht wolle er aber nicht bundesweit verordnen. Es solle weiter auf Aufklärung und niederschwellige Angebote gesetzt werden.

Auffrischungsimpfungen ab 17. Oktober

Mit den Auffrischungsimpfungen soll ab 17. Oktober begonnen werden. Da jene Menschen, die als erstes geimpft worden sind, am 17. Jänner die zweite Dosis erhielten, bekommen diese neun Monate später ihre Auffrischung. Bestimmte Risikogruppen können die dritte Dosis auch schon früher erhalten, meinte der Minister.

"Es gibt gewisse Gruppen, zum Beispiel Immunsupprimierte, wo man nach Rücksprache mit dem Arzt eventuell auch früher impfen kann. Da kann man auch einen Test auf neutralisierende Antikörper machen. Würde ich nicht generell empfehlen, aber für gewisse Risikogruppen ist das möglich und da eventuell auch früher", sagte Mückstein im "Morgenjournal".

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ist am Dienstag auch zu Gast im PULS 24 Newsroom LIVE.

Newsroom LIVE, 21 Uhr, PULS 24

Quelle: Redaktion / koa