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"Keine Zeit zu verlieren": Biontech arbeitet an Impfstoff-Anpassung

29. Nov. 2021 · Lesedauer 2 min

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte.

"Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht", teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag mit.

Die beiden Arbeitsgänge überschneiden sich den Aufgaben zufolge teilweise. Als Beispiel wurde der Bauplan des Spike-Proteins für die Labortests mit dem Pseudovirus genannt, mit dem die Experimente durchgeführt werden. In den Labortests werden dabei Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. "Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben", erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

Unterschied zu anderen Varianten

Biontech hatte am Freitag erklärt, dass sich die neue Variante deutlich von bisher beobachteten Varianten unterscheide, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests gäben demnächst Aufschluss, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite. Das Unternehmen rechnete spätestens bis Ende nächster Woche mit Erkenntnissen.

Sylvia Nanz, medizinische Leiterin bei Pfizer Österreich, hatte im PULS 24 Interview gesagt, dass sich das Coronavirus bei der neuen Variante offensichtlich an relativ vielen Stellen verändert habe. Dies sage aber noch nichts über die Ansteckung, Übertragungsrate oder die Wirksamkeit der Impfstoffe aus, betont die medizinische Leiterin des Pharmakonzerns.

Sylvia Nanz, medizinische Leiterin bei Pfizer Österreich, im PULS 24 Interview zu Omikron.

Eine mögliche Anpassung des Corona-Impfstoffs als Reaktion auf die neue Corona-Variante B.1.1.529 würde laut Nanz rund drei Monate dauern.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb