APA - Austria Presse Agentur

Spürnase "Pokaa" erschnüffelt in Altersheim Corona-Infektionen

18. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Golden Retriever Pokaa hat eine potentiell lebensrettende Nase. Er wurde darauf trainiert, das Coronavirus in Schweiß zu erschnüffeln und soll in einem französischen Altenheim im Einsatz sein.

Der zweijährige Golden Retriever ist der erste speziell ausgebildete Corona-Spürhund. Er soll künftig regelmäßig Bewohner und Angestellte eines elsässischen Heims auf Infektionen testen. Der Hund kann dank einer vierwöchigen Ausbildung an einer französischen Hochschule für Veterinärmedizin das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus in Schweißproben erschnüffeln.

Trefferquote über 90 Prozent

Dass Hunde in der Lage sind, mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn Corona-Infektionen aufzuspüren, ist wissenschaftlich belegt. Jüngst veröffentlichten etwa Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Studie zum Thema. Ergebnis: Spürhunde waren in der Lage, mehr als neun von zehn mit Corona infizierten Personen anhand von Schweißproben zu erkennen (91 Prozent). Nur selten markierten sie Corona-negative Personen fälschlich als positiv. Wurde Urin zum Schnüffeln vorgelegt, waren die Ergebnisse noch besser. Auch eine Studie aus Großbritannien lieferte vielversprechende Erkenntnisse.

Bald auch Einsätze in Deutschland

Das Projekt an dem elsässischen Altersheim "La Roselière" in Kunheim soll nach dem Willen des Vereins Handi'Chiens künftig ausgeweitet werden - auch auf Heime in Deutschland. Handi'Chiens bildet eigentlich Begleithunde für Kranke und Alte aus, will jetzt aber 250 Tiere für den Corona-Einsatz weiterbilden. Dazu hat man den französischen Staat um Geld gebeten. Die Zusatzausbildung eines Hundes koste 3.500 Euro.
 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam