Hasibeder: "Sind mitten in einer vierten Welle"

30. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Der ÖGARI-Präsident Walter Hasibeder warnt vor einer drohenden Überlastung der Intensivstationen. Er rechne mit einem steilen Anstieg der Patienten in den nächsten Wochen. Die ersten Anzeichen dazu seien bereits sichtbar auf der Normalstation.

"Wir sind mitten in einer vierten Welle und man muss einfach Angst haben: Was kommt in der kalten Jahreszeit, wenn jetzt die Leute sich nicht endlich impfen lassen", sagt Walter Hasibeder, Präsident der ÖGARI.

Er rechnet mit 180 Intensivpatienten in "knapp über einer Woche" – "es geht also steil nach oben", so Hasibeder. Die Zahlen würden langsam, aber kontinuierlich steigen. "Das erste Problem, das sehen wir schon: Das sind die normalen Hospitalbetten", sagt der Präsident der Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin. Innerhalb der nächsten zwei Wochen könnte es regional bereits dazu kommen, dass manche Operationen wegen der Auslastung in den Spitälern verschoben werden müssen.

Corona sei zu einer "Erkrankung der Nicht-Geimpften geworden". Nur 2,5 Prozent der Corona-Patienten auf der Intensivstation sind geimpft, der Rest ist ungeimpft, erklärt Hasibeder auf PULS 24. "Es gibt nur einen Schutz und das ist die Impfung", sagt er im Newsroom LIVE. Hasibeder spricht sicher daher auch für härtere Maßnahmen aus. So sollen nur Geimpfte oder Genesene an Veranstaltungen teilnehmen dürfen. "Man muss reagieren mit Gesetzten - anders wirds nicht gehen", sagt der ÖGARI-Präsident.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea