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Gewaltvolle Proteste gegen Zero-Covid-Politik in China

15. Nov. 2022 · Lesedauer 1 min

China hat bereits unzählige Corona-Lockdowns hinter sich. In der Industrie-Metropole Guangzhou kam es jetzt zu Zusammenstößen zwischen Bewohner:innen und Polizei.

Chines:innen in Südchina ist die Zero-Covid-Politik des Regimes offenbar zu viel. "Kein Testen mehr", schreien Demonstrant:innen während sie Gegenstände gegen Polizist:innen werfen.

Der Lockdown folgt dem bisher schwersten Corona-Ausbruch in Guangzhou seit Beginn der Pandemie. Aufgrund schlechter Wirtschaftsdaten ist die Zero-Covid-Politik unter enormem Druck.

Testergebnisse gefälscht

Die Proteste haben im Haizhu-Viertel ihren Ausgang genommen, das sich unter Quarantäne befindet. In Sozialen Medien kursieren Videos, in denen Menschen ein Polizeiauto und Covid-Kontrollgitter umwerfen.

Mehrere Nächte haben sich Bewohner:innen mit den Sicherheitskräften Kämpfe geliefert, als der Zorn am Montag explodierte. Grund dafür waren Gerüchte, wonach PCR-Testergebnisse gefälscht würden, um die Zahl der Infektionen zu erhöhen und damit mehr Geld zu verdienen.

Im Norden Chinas machen unterdessen Gerüchte die Runde, dass die Behörden Virus durchlaufen lassen wollen. Anlass dafür ist die Ankündigung, dass die Stadt Shijiazhuang die Massentestungen einstellen wolle.

Quelle: Redaktion / msp