Gastro-Obmann Pulker: "Es war ein Tag der Freude"

19. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Der Obmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer, Mario Pulker, zog im PULS 24 Newsroom LIVE bei Anchorwoman Sabine Loho Bilanz über den ersten Tag nach der Öffnung der Gastronomie. Er zeigt sich zufrieden und zuversichtlich für die nähere Zukunft.

"Es ist überall gute Stimmung". "Wir freuen uns, dass wir wieder Arbeit haben". Glücklicher könnte Mario Pulker fast nicht sein. Dieser Mittwoch war der erste Tag, an dem die Gastronomie seit dem 2. November 2020 wieder öffnen durfte - und laut Pulker war es ein gelungener Tag. Auch wenn die Branche sehr unterschiedlich ist und nicht alle gleich profitieren würden. Manche hängen eben mehr vom Tourismus ab und der fehlt noch, erklärt der Branchen-Obmann.

"Es hat sich sicher ausgezahlt, aufzusperren", ist er aber dennoch überzeugt. Alleine, um die Mitarbeiter zurückzuholen und um Arbeitsabläufe wieder einzuspielen. "Das brauch eine Vorlaufzeit", sagt Pulker. Zudem werde es ja weiterhin Hilfsmaßnahmen geben. Mit dem Finanzministerium sei er dazu in Verhandlungen. 

Beim letzten Öffnungsschritt hat die Stadt Wien "Schnitzelgutscheine" an die Bevölkerung verteilt, die beim Wirten eingelöst werden konnten. Sie kosteten der Stadt rund 40 Millionen Euro - dieses Mal war davon noch keine Rede. "Uns freut jede Unterstützungsmaßnahme", sagt Pulker. Aber, um die Bilanzen aufzubessern, um Kredite zu bekommen und um den Betrieb aufrecht zu erhalten, reiche ein Gutschein nicht aus. 

"Hilfsmittel sind angekommen"

Derzeit gebe es in der Gastronomie kaum Insolvenzen. "Das heißt, die Hilfsmittel sind angekommen", sagt Pulker. Aber wenn die Krise vorbei ist, werden die Normalität und damit auch die Insolvenzen kommen, befürchtet er. 

Ein weiterer Lockdown könne aus Pulkers Sicht hingegen nicht kommen: "Wir haben schon vor dem letzten Lockdown Vorkehrungen getroffen. In der Tagesgastronomie hat es keine Cluster gegeben", wiederholt er. Er appelliert an alle Gäste und die Gastronomen, sich an die Regeln zu halten, dann werden auch die nächsten Lockerungen kommen. Dabei soll die Personenbeschränkung und eventuell die Sperrstunde fallen.

Pulker rät außerdem, die Selbsttests, die bei den Wirten gemacht werden können, nur als Ausnahme zu sehen, um die Wirte nicht zu sehr zu belasten.

Quelle: Redaktion / koa