APA/HERBERT NEUBAUER

Corona-Regeln: Für Virologin Von Laer ergibt nur 1G Sinn

22. März 2022 · Lesedauer 2 min

Während Österreich auf die Verordnung zur Maskenpflicht wartet und darüber spekuliert wird, ob Wirte stattdessen auch wieder auf 3G setzen können, setzt sich Virologin Dorothee von Laer für die 1G-Regel ein. Sie meint damit aber den Zugang nur für Getestete.

"Die Masken hätten nie abgeschafft werden dürfen", sagt die Virologin Dorothee von Laer im Interview mit dem "Kurier". Darauf dürfte nun auch die Bundesregierung gekommen sein. Ab Mittwoch soll die Maskenpflicht wieder eingeführt werden. Die Verordnung fehlt zwar noch, laut einem Entwurf, der PULS 24 vorliegt, sollen Betreiber in vielen Bereichen - etwa in Hotels oder in der Gastronomie - überraschend auch die Möglichkeit erhalten, statt der Maskenpflicht, wieder 3G zu kontrollieren. 

Laut der Virologin Von Laer ergibt die Unterscheidung zwischen Geimpften bzw. Genesenen auf der einen und Ungeimpften auf der anderen Seite derzeit keinen Sinn mehr, wie sie dem "Kurier" sagte. Die 2G Regel sei also nicht mehr zielführend, um den Druck in den Spitälern abzufangen. 

1G, aber nur für Getestete

"Der Impfschutz vor Infektionen hat deutlich nachgelassen. Geimpfte können sich genauso leicht anstecken und das Virus weitergeben wie Ungeimpfte", begründet das die Expertin. "Die 2-G-Regel macht nur Sinn, um Ungeimpfte aus dem Geschehen zu nehmen", erklärt die Virologin. Mittlerweile können Geimpfte, Genesene und Getestete ansteckend sein. Wovor die Impfung aber nach wie vor sehr gut schütze, sei die Gefahr, wegen COVID ins Spital zu kommen.

Daraus ergibt sich, dass laut der Virologin auch nichts für die die 3-G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - spricht. "Wenn man Zugangsbeschränkungen für Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze oder die Nachtgastronomie macht - dort kann das Virus sehr stark streuen - dann sollte es 1G sein. Und zwar getestet". Dafür sollten dann wieder verstärkt Antigen-Tests eingesetzt werden, weil sie schnell Ergebnisse liefern, rät die Wissenschaftlerin. 

Quelle: Redaktion