APA - Austria Presse Agentur

Corona-Konsortium korrigiert Intensiv-Vorhersagen nach unten

22. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Die Situation auf den Intensivstationen entwickelt sich etwas weniger dramatisch als vom Covid-Prognose-Konsortium vergangene Woche angenommen. Das solle man aber nicht überschätzen. Denn auch vor der zweiten Herbstwelle 2020 habe sich ein Rückgang gezeigt.

In den neuen Prognosen vom Mittwoch haben die Experten die zu erwartende Auslastung an den Intensivstation etwas nach unten korrigiert. Ähnlich sei die Lage - nämlich mit einem Rückgang der Infektionen - aber schon im  Herbst 2020 gewesen. Kurz vor dem Hochgehen der zweiten Welle gab es ebenfalls einen leichten Rückgang.

Schultests und Ende der Reisezeit als Grund

Für den gestrigen Dienstag wurden noch in der Vorwoche rund 2.500 Neuinfektionen sowie 254 Intensivpatienten erwartet. Tatsächlich waren es aber deutlich weniger, nämlich 2.022 Neuinfektionen und 216 Intensivpatienten. Als mögliche Gründe für die günstigere Entwicklung nennt das Prognose-Konsortium die mit Schulbeginn beendete Reisesaison sowie die zahlreichen Schultestungen, die sowohl die Dunkelziffer reduzierten als auch (durch Quarantänemaßnahmen) weitere Infektionen verhinderten.

2.000 Neuinfektionen täglich erwartet

Für die nächste Woche erwarten die Prognoserechner weiterhin etwa 2.000 Neuinfektionen pro Tag. Die Sieben-Tage-Inzidenz der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll damit bis 29. September leicht von 147 auf 157 ansteigen.

Auch die Auslastung der Intensivstationen würde damit weiter steigen - von 216 auf 241 am kommenden Mittwoch und 259 in zwei Wochen. Im schlimmsten Fall könnte damit in Wien die kritische Auslastungsgrenze von einem Drittel der verfügbaren Intensivbetten überschritten werden. Und: "Sollte sich der seit Beginn des Sommers ansteigende Trend der Infektionszahlen nicht bald umdrehen, steigt die Wahrscheinlichkeit des Erreichens dieser Auslastungsgrenze zunehmend an."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam