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Corona-Impfschäden im Promillebereich: Nur 50 anerkannte Fälle

30. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

20 Millionen Impfungen wurden verabreicht - 50 Fälle von Impfschäden wurden anerkannt. 38 Personen erhielten eine einmalige Entschädigung in der Höhe von 2.000 Euro, zwölf Personen eine Rente in der Höhe von etwa 700 Euro monatlich.

Laut der Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, wurden bislang mehr als 20 Millionen Dosen der Corona-Impfung verabreicht. 1.619 Anträge auf Impfschäden wurden danach eingebracht - der Anteil der Anträge wie auch der Anerkennungen liegt im Promillebereich.

38 Personen entschädigt

50 Fälle wurden anerkannt, davon erhielten 38 Personen eine einmalige Entschädigung in der Höhe von 2.000 Euro, zwölf Personen eine Rente in der Höhe von etwa 700 Euro monatlich, so Reich im "Ö1-Morganjournal".  Die Patienten hätten zum Beispiel wegen einer Herzmuskelentzündung eine dauerhafte Leistungseinschränkung oder wegen einer Thrombose einen Nervenschaden oder eine Gehbeeinträchtigung, sagt Reich.

Der Unterschied zwischen Anträgen und Anerkennungen sei auch deshalb so groß, weil manche Anträge ohne vorangegangenem Arztbesuch eingebracht worden seien. Aber: "Es muss nicht schwarz auf weiß der medizinische Schaden belegt sein, der eindeutig auf die Impfung zurückzuführen ist. Es gibt viele Fälle, da ist es eine Ausschlussdiagnose, da bleibt nichts anderes übrig, als dass es wahrscheinlich die Impfung war – und diese Anträge werden anerkannt."

Mehr Meldungen bei Astra Zeneca

Dabei sei aber zwischen Impfreaktionen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu unterscheiden, sagt dazu der Leiter des Impfreferats der Ärztekammer, Rudolf Schmitzberger. Im Vergleich mit den Nachbarländern sei die Anzahl der Meldungen von Impfschäden in Österreich realistisch. Auffallend sei, dass die Melderaten nach Impfungen mit Astra Zeneca höher seien, was vermutlich daran liege, dass "mehr jüngere Menschen damit geimpft wurden, die für gewöhnlich stärker reagieren, aber auch die mediale Berichterstattung war sehr stark, damit stieg die Meldehäufigkeit", so der Leiter des Impfreferats.

Quelle: Redaktion / koa