APA - Austria Presse Agentur

AstraZeneca schützt schlecht vor leichtem Verlauf der Südafrika-Variante

18. März 2021 · Lesedauer 2 min

Bei leichten Erkrankungen mit der südafrikanischen Variante des Corona-Virus schützt die Impfung von AstraZeneca nur in 10 Prozent der Fällen, zeigt eine Studie.

Südafrika impft schon seit Wochen nicht mehr mit AstraZeneca. Eine Studie von unter anderem Shabir Madhi von der Universität Johannesburg belegt nämlich, dass der Impfschutz gegen milde bis moderate Corona-Erkrankungen nur 10,4 Prozent beträgt. 

Schutz schlechter als angenommen

In Europa wurden bereits Millionen Dosen des AstraZeneca-Vakzins verimpft. Bisher war von einem nur teilweisen Schutz vor der südafrikanischen Mutation die Rede. Die Schutzwirkung dürfte aber noch schlechter sein als angenommen. 

Testpersonen im Schnitt 30 Jahre alt

Bei der Studie wurden AstraZeneca an die eine und ein Placebo an eine zweite Testgruppe verimpft:  Die Wissenschafter hatten zwischen Juni und November an Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren die Wirkung von AstraZeneca getestet. Das mittlere Alter betrug 30 Jahre. 1.010 der Personen erhielt zumindest eine Dosis Placebo, 1.011 Teilnehmer bekamen zumindest eine Dosis der Vektor-Vakzine.

Von den 42 Studienteilnehmern, die an Covid-19 erkrankten, wurde bei 39 oder 92,9 Prozent die südafrikanische B.1351-Virus-Variante nachgewiesen. "Die Vakzine-Effektivität gegen diese Variante (...) betrug 10,4 Prozent", stellten die Wissenschaftler fest.

Schutz vor schwereren Erkrankungen möglich

Das Deutsche Ärzteblatt merkte an, dass es allerdings sehr wohl sein kann, dass ältere Patienten ohne Vorerkrankungen sehr wohl vor einer schweren Erkrankung geschützt werden könnten.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam