APA - Austria Presse Agentur

1.209 Neuinfektionen: Corona-Ampel wird erstmals rot

08. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Nachdem am Donnerstag ein Rekordwert von bundesweit 1.209 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, wird die Corona-Ampel wohl erstmals auf Rot gestellt. Betroffen sind laut einem Bericht St. Pölten, Hermagor (Kärnten), Hallein (Salzburg) und Landeck (Tirol).

Am Donnerstag hat es mit 1.209 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden einen Rekordwert in Österreich gegeben. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 stieg um acht auf 838 Personen. Am Mittwoch tagten die Experten der AGES, um die Bewertungsgrundlage - die PULS 24 vorliegt - zu erstellen, indem sie die Siebentages-Inzidenz pro 100.000 abhängig vom Anteil an symptomatischen Patienten und Alter der Erkrankten bereinigten.

Betroffen sind laut PULS 24 Informationen St. Pölten, Hermagor (Kärnten), Hallein (Salzburg) und Landeck (Tirol). Für St. Pölten wurden laut der Bewertungsgrundlage 133,4 ausgewiesen, für Hermagor 132,2. Ebenfalls im rot leuchtenden Bereich sind demnach Hallein (98,2) und Landeck (94,1).

Wien bleibt orange

Wien liege in der risikobereinigten Variante bei 80,4 und dürfte auf Orange bleiben. Auf orange hochgestuft sollen zwölf Bezirke werden. Es handelt sich dabei um Güssing, Völkermarkt, Bruck an der Leitha, Linz (Stadt), Wels (Stadt), Gmunden, Linz Land, Ried im Innkreis, Rohrbach, Urfahr Umgebung, Vöcklabruck und Innsbruck Land. Auf grün zurückgestuft soll Steyr Land werden.

Das neue Corona-Dashboard und die Lage in Österreich

Das Gesundheitsministerium hat das Corona-Dashboard der AGES übernommen. Was Virologe Norbert Nowotny von der VetMedUni Wien davon hält und wie die aktuelle Corona-Lage in Österreich ist.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will unterdessen die angeblich bevorstehende Schaltungen von vier Bezirken auf Rot nicht kommentieren. Er sei nicht Teil der Ampelkommission und greife in diese als Politiker auch nicht ein, erklärte Anschober am Donnerstag. Angesichts steigender Zahlen appellierte er aber an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten. Weitgehend passiere das zwar, "aber wir haben noch ein bisschen Luft nach oben".

Quelle: Redaktion / hos