Klaus Schwab beim WEF-Treffen in Davos nicht dabei
Neben zahlreichen US-Ministern werden auch der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in die Schweizer Alpen kommen. Außerdem ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anwesend.
Mit der starken Präsenz der US-Delegation und ihrer auf die USA fokussierten "America First"-Politik wird allerdings auch die in Davos immer wieder beschworene Vision einer regelbasierten globalen Wirtschaftsordnung auf eine harte Probe gestellt. Das Weltwirtschaftsforum bringt vom 19. bis 23. Jänner fast 3.000 Führungspersönlichkeiten aus über 130 Ländern zusammen. Mit einer Rekordbeteiligung von Regierungen werden 400 Politiker erwartet - darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs.
Schwab war im Frühjahr 2025 auf Druck des Vorstands von seinen Funktionen zurückgetreten, nachdem anonyme Vorwürfe über angebliches Fehlverhalten gegen ihn erhoben worden waren. Eine Anwaltskanzlei stufte die Vorwürfe nach einer Untersuchung als haltlos ein. Es habe eine Einigung mit dem WEF gegeben, den Weg "für eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Zukunft" zu ebnen, teilte Schwabs Sprecher anschließend mit.
Der deutsche Ökonom hatte die Stiftung World Economic Forum (WEF) 1971 gegründet. Sie gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschafter und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt, um Zukunftsfragen zu erörtern.
Schwab schreibt privat an einer Buch-Serie über die Auswirkung der Künstlichen Intelligenz auf die Menschen. Gerade kam ein neuer Band heraus: "Restoring Truth and Trust" - Wahrheit und Vertrauen wiederherstellen. "Wenn ich mir die Welt zu Beginn des Jahres 2026 anschaue, bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass all unsere Bemühungen - technologischer, wirtschaftlicher, bildungspolitischer oder politischer Art - letztlich bedeutungslos sein werden, wenn es uns nicht gelingt, die beiden Grundlagen wiederherzustellen, auf denen jede Gesellschaft beruht: Wahrheit und Vertrauen", schrieb Schwab.
Zusammenfassung
- Klaus Schwab, der 87-jährige Gründer des Weltwirtschaftsforums, wird nach mehr als 50 Jahren erstmals nicht am Jahrestreffen in Davos teilnehmen, da er sich auf Reisen befindet.
- Vom 19. bis 23. Jänner werden rund 3.000 Führungspersönlichkeiten aus über 130 Ländern und 400 Politiker, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs, in Davos erwartet.
- Die starke US-Delegation um Präsident Donald Trump stellt mit ihrer "America First"-Politik die Vision einer regelbasierten globalen Wirtschaftsordnung auf eine harte Probe.
