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WSG will bei Salzburg das "Unmögliche möglich machen"

10. Dez. 2021 · Lesedauer 3 min

Eigentlich darf sich die WSG Tirol zum Jahresausklang kaum Hoffnung machen. Am Samstag (17.00 Uhr) gastiert die Elf von Thomas Silberberger bei Champions-League-Achtelfinalist Salzburg, die Rollen sind klar verteilt. Doch die "Bullen" schwächelten zuletzt in der Liga, auch der historische Sieg über Sevilla am Mittwoch könnte Kräfte gekostet haben, der Fokus etwas verrutscht sein. Silberberger will jedenfalls "das Unmögliche möglich machen".

"Die kommende Partie in der Red-Bull-Arena ist mit Sicherheit die schwierigste Aufgabe der ganzen Saison", sagte Silberberger. 0:5, 1:5 und 0:4 kam die WSG in den drei jüngsten Auftritten in Salzburg unter die Räder. Immerhin ist man neben Austria Klagenfurt, das dieses Kunststück Ende November zuwege brachte, der bisher letzte Ligakontrahent, der die Salzburger biegen konnte - am 21. April siegten die Hausherren am Tivoli mit 3:2. Das sei "auch eine Auszeichnung für die WSG", befand der Coach.

"Die Favoritenrolle könnte nicht klarer sein. Ich würde sie mit 90:10 definieren", meinte Silberberger, dessen Truppe mit dem 0:1 gegen Austria Klagenfurt in der Vorwoche ihre Chance auf eine Teilnahme in der Meistergruppe praktisch vergeigte. "Wir haben in Salzburg zwar dreimal nicht schlecht gespielt, aber eine extrem negative Bilanz." Motto am Samstag: "Wir wollen das Unmögliche möglich machen und etwas aus der Bullen-Arena mitnehmen."

Silberberger: "Die feiern ab Samstag" 

Hoffnung, dass der sensationelle Achtelfinaleinzug in der Champions League den Salzburgern Kräfte abseits des Feldes kosten könnte, hat Silberberger nicht. "Das sind Profis durch und durch, die feiern ab Samstag", bemerkte er trocken. "Meine Hoffnung ist, dass ein paar Spieler geschont werden, Jaissle nicht mit der besten Elf aufläuft. Wobei das bei Red Bull Salzburg in Wirklichkeit auch völlig egal ist." Ihm selbst wird neben Tobias Anselm der gesperrte Mittelfeldroutinier Thanos Petsos fehlen.

Salzburg gelobte aller Feierlaune zum Trotz, noch einmal mit voller Kraft anzutreten. "Unser Ziel ist es, für einen letzten Dreier noch einmal alles rauszuhauen und die Herbstsaison mit einem Sieg abzuschließen", betonte Trainer Matthias Jaissle, der das Kunststück zuwege brachte, mit der blutjungen Truppe das Achtelfinale der "Königsklasse" zu erreichen. "Die Bundesliga ist einfach die Basis dafür, dass wir Abende wie am Mittwoch in der Champions League genießen dürfen. Deswegen tun wir gut daran, auch das Tirol-Spiel mit vollem Fokus anzugehen."

Schon jetzt sei es ein "überragender Herbst" für seine Elf, die fünf Runden vor Ende des Grunddurchgangs zwölf Punkte vor dem WAC liegt. Dass man in den jüngsten fünf Ligapartien sieben Zähler liegenließ, mag er den Kickern verzeihen. "Entscheidend ist aber, dass wir am Ende ganz oben stehen. Und da ist es so, dass leider noch ein paar Monate vor uns liegen", sagte Jaissle, der im 29. Bewerbsspiel wohl rotieren wird.

Quelle: Agenturen / mpa