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WSG Tirol verlängert Verträge von Semlic und Köck

04. Feb. 2026 · Lesedauer 3 min

Fußball-Bundesligist WSG Tirol kann auch in Zukunft auf Trainer Philipp Semlic und Sportmanager Stefan Köck bauen. Die Verträge der beiden sportlichen Führungskräfte des Tabellenzehnten wurden verlängert, wie bei einem Medientermin am Mittwoch in Innsbruck bekanntgegeben wurde. Genaue Angaben zur Vertragsdauer wollten die Verantwortlichen nicht machen. Dafür ließ Semlic durchklingen, dass es bezüglich einer zukünftigen Rückkehr ins Gernot Langes Stadion gut aussehen dürfte.

"Das Stadion ist ein wichtiges Thema, auch dass Köcki seinen Vertrag verlängert - ich schätze, dass ich mich auf sportlicher Ebene mit einem gut verstehe, wir gleich denken, was die Spielidee betrifft - und dass wir das Budget erhöhen. Wir sind bei allen drei Dingen auf der Zielgeraden", sagte Semlic. Ein Thema sei durch die Köck-Verlängerung abgeschlossen. "Das andere ist nicht mein Hauptthema, aber sonst hätte ich nicht unterschrieben."

Da er die Vertragsthematik vor dem ersten Bewerbsspiel finalisiert haben wollte, habe es ein bisschen Zeitdruck gegeben. "Damit sich die Mannschaft rein auf unsere Dinge fokussieren kann. Das eine hat dann das andere ergeben und ich bin sehr glücklich, dass wir jetzt da sitzen können", ergänzte der Steirer.

Ende September 2025 hatte die WSG ein Konzept für eine bundesligataugliche Adaptierung des Gernot Langes Stadion in Wattens präsentiert. Die Hoffnung war auf einen Baustart im Frühjahr 2026 und die Rückkehr an die ursprüngliche Heimstätte im Herbst 2026. Die erneuerte Arena soll 5.300 Zuschauer fassen, geplant sind unter anderem überdachte Tribünen und die Installierung einer Rasenheizung. Zu Kosten und Finanzierung wurden keine Angaben gemacht. Derzeit ist das Stadion nicht für Bundesligaspiele zugelassen, daher muss die WSG auf das Innsbrucker Tivoli ausweichen.

Langes äußerte sich zur Stadionthematik nicht direkt. "Ich habe die zwei Besten an meiner Seite, wir sind auf jeden Fall jetzt schon so weit, dass glaube ich Aufbruchsstimmung da ist. Wenn sich jetzt nicht was tut, dann wird es sich nie tun. Jetzt ist der Moment, um vom Dorf in die Welt zu kommen. Wir können endlich einmal ein starkes Tirol zeigen." Laut Langes stehen die beiden Vertragsverlängerungen für "Stabilität und Nachhaltigkeit".

Vertragsdauer "kein großes Geheimnis"

Der seit 2004 in Wattens tätige Köck hatte bisher nur einen Dienstvertrag und unterschrieb nun erstmals einen Vertrag als Manager Sport. Viel wichtiger war ihm der Verbleib von Semlic. "Ich bin sehr erleichtert, dass Philipp den Weg mit uns weitergeht. Er ist ein Fachmann, guter Kommunikator, steht für Entwicklung, will was bewegen." Die Vertragsdauer bezeichnete Köck als "kein großes Geheimnis". Man habe große Ziele, da sei es nicht relevant, ob es zwei, drei oder vier Jahre seien.

Semlic sprach davon, dass der Vertrag "lange genug läuft, um schöne Entwicklungsschritte gehen zu können". Bis zur Unterschrift sei man zwei Monate im Austausch gewesen. Das aber nicht wegen einem finanziellen Pokerspiel des 42-Jährigen, dessen Vertrag mit Saisonende ausgelaufen wäre. "Wir müssen den nächsten Schritt gehen bei der Professionalisierung des Vereins, infrastrukturell, auch budgetär, um diesen Gap schließen zu können gegenüber den anderen Vereinen. Um sicherzustellen, dass die WSG ein starker Teil der Bundesliga ist."

Zusammenfassung
  • Die WSG Tirol hat die Verträge mit Trainer Philipp Semlic und Sportmanager Stefan Köck verlängert, wobei die genaue Laufzeit nicht genannt wurde, jedoch eine langfristige Zusammenarbeit betont wird.
  • Das Gernot Langes Stadion in Wattens soll bundesligatauglich umgebaut werden und ab Herbst 2026 mit einer Kapazität von 5.300 Zuschauern wieder als Heimstätte dienen, aktuell spielt die WSG im Innsbrucker Tivoli.
  • Beide Führungskräfte sehen die Vertragsverlängerungen als Zeichen für Stabilität und Nachhaltigkeit und betonen die Notwendigkeit, Budget und Infrastruktur weiterzuentwickeln, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu bleiben.