APA - Austria Presse Agentur

Wohlfahrt neuer Admira-Sportdirektor

11. Aug 2020 · Lesedauer 3 min

Der neue Sportdirektor von Fußball-Bundesligist FC Admira heißt Franz Wohlfahrt. Der ehemalige ÖFB-Teamtorhüter beerbt Ernst Baumeister, von dem sich die Niederösterreicher erst am Montag wegen "unterschiedlicher Vorstellungen" über die künftige sportliche Ausrichtung getrennt hatten. Der Club bestätigte Dienstagmittag einen entsprechenden "Kurier"-Bericht.

Der neue Sportdirektor von Fußball-Bundesligist FC Admira heißt Franz Wohlfahrt. Der ehemalige ÖFB-Teamtorhüter beerbt Ernst Baumeister, von dem sich die Niederösterreicher erst am Montag wegen "unterschiedlicher Vorstellungen" über die künftige sportliche Ausrichtung getrennt hatten. Der Club bestätigte Dienstagmittag einen entsprechenden "Kurier"-Bericht.

Wohlfahrt erhält bei den Niederösterreichern einen Dreijahresvertrag bis 2023. "Mein Ziel ist es, die Admira - mit Hilfe aller Beteiligten - so professionell aufzustellen, dass der jährliche Kampf gegen den Abstieg kein Thema mehr sein soll", betonte Wohlfahrt in einer Club-Aussendung. Die Südstädter erklärten zudem, sich "strategisch und strukturell" neu aufzustellen.

Mit der Verpflichtung Wohlfahrts, aber auch des fast 38-jährigen Ex-Teamstürmers Stefan Maierhofer löste die Führungsriege um Felix Magath, der Fußball-Chef von Geldgeber Flyeralarm, zuletzt bei vielen Fans Verwunderung aus. Auch Wohlfahrt wird es vorbehalten sein, so manche Admira-Seele zu besänftigen. Er erinnerte gleich zu Beginn an die gute alte Zeit des neunfachen österreichischen Meisters, als etwa das legendäre Sturm-Trio Rodax-Knaller-Schaub zu Werke war. "Diese Zeit nehme ich mit allen Verbündeten als Vision. Dadurch kann auch das Image der "grauen Maus endgültig zur Geschichte werden", sagte Wohlfahrt.

Seine Zeit als Sportdirektor der Austria von Jänner 2015 bis Juni 2018 sieht der 59-fache Teamspieler durchaus als Richtwert. "So erfolgreich wie mit der Austria zu arbeiten, sind auch meine ganz persönlichen Ziele mit der Admira." Er zählte die Erfolge, wie die zweimalige Qualifikation an der Europa-League-Gruppenphase, den 2. Platz (2017) oder das Erreichen des ÖFB-Cupfinales (2015) auf. Wohlfahrts Arbeit, die mit einer Austria auf Platz sieben endete, wird in Favoriten retrospektiv nicht überall hoch geschätzt. "Vielleicht ist nicht mehr jedem in Erinnerung, dass wir in diesen dreieinhalb Jahren einen Transferüberschuss in Millionen-Höhe erwirtschaftet haben."

Nach seiner Zeit bei der Austria, war Wohlfahrt schließlich acht Monate lang beim burgenländischen Landesligisten Oberwart tätig. Als Tormann war Wohlfahrt Mannschaftskollege des derzeitigen Admira-Trainers Zvonimir Soldo beim VfB Stuttgart. Dort kreuzten sich auch die Wege von Wohlfahrt und Admira-Fußballchef Felix Magath. Als Austria-Verantwortlicher wollte Wohlfahrt Magath als Trainer zu den Violetten holen, der Deutsche sagte damals aber ab. Nun folgte Wohlfahrt dem Ruf Magaths.

An neuer Arbeitsstätte, die nur wenige Minuten von seinem Heim entfernt liegt, will sich Wohlfahrt nun im Tandem mit dem nunmehrigen Wirtschaft-Geschäftsführer Thomas Drabek zunächst "ein Bild machen", ehe das Augenmerk auf die weitere Kaderzusammenstellung "unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit" gelegt werden soll. "Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, den Mix aus erfahrenen Akteuren, wie zum Beispiel Stefan Maierhofer oder Tomislav Tomic sowie den eigenen Akademiespielern oder jungen Österreichern zu finden", sagte Wohlfahrt.

Quelle: Agenturen