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Walli über 400 m wie Hudson in Speerwurf WM-23.

21. Juli 2022 · Lesedauer 3 min

Mit 23. Rängen durch Susanne Walli über 400 m und Victoria Hudson im Speerwurf sind die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene zumindest aus österreichischer Sicht am Mittwoch (Ortszeit) zu Ende gegangen. Walli, die den Vorlauf als 24. punktgenau gemeistert hatte, lief im Halbfinale eine Zeit von 52,37 Sek. und machte einen Rang gut. Schwer enttäuscht verließ indes Hudson das Hayward Field, 54,05 m waren bei weitem zu wenig für den Einzug in das Finale der Top 12.

Walli hatte im Vorlauf etliche Kontrahentinnen mit besseren Leistungen 2022 hinter sich gelassen, strebte im Halbfinale die Verbesserung der eigenen Saisonbestleistung von 52,13 bzw. der seit den Sommerspielen in Tokio persönliche Bestzeit von 51,52 an. Allerdings wurde der Oberösterreicherin mit Bahn eins die ungünstigste zugelost. "Es ist nicht optimal, aber es gibt schlimmere Stadien vom Radius her. Man muss halt die Kurven langsamer laufen, weil man sonst nach außen getrieben wird", erklärte Walli.

Nach dem Olympia-Halbfinale vor einem Jahr (20.) auch bei der WM eine Runde weitergekommen zu sein, stimmte Walli aber positiv. "Ich habe aus Bahn eins das Beste rausgeholt. Der Lauf hat sich recht rund angefühlt, aber es war nicht der Ausreißer, den wir uns vielleicht erhofft haben. Es wäre schön gewesen, unter 52 zu laufen, aber ich denke, es war insgesamt ein guter Auftritt wieder."

Es sei ein schönes Erlebnis gewesen, im Call-Room mit den ganzen Stars zusammenzutreffen. "Da, wo man selbst hin will, als Vision in ein paar Jahren. Ich habe es genossen, so fern das geht über 400." Es fehle nicht mehr so viel, einmal in die Top 15 zu kommen, meinte sie. "Wenn man sein Grundniveau um drei, vier Zehntel hebt, ist das da." Gesamtschnellste in der Vorschlussrunde war Doppelolympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo von den Bahamas mit 49,55.

Hudson gelang zum dritten Mal in Folge bei einem Großereignis nach der WM 2019 in Doha und den Olympischen Spielen 2021 in Tokio der Sprung in das Finale nicht. Den ersten Versuch, der bei knapp 55 m landete, machte Hudson ungültig ("Ich wusste, der wird überhaupt nicht reichen"), den zweiten setzte sie neben das markierte Feld, den dritten ließ sie bei 54,05 m stehen. Damit war sie nach der ersten von zwei Qualifikationsgruppen Elfte, da nur die Top zwölf aufstiegen, wusste die 26-Jährige, dass das bei weitem zu wenig sein wird.

"Es war starker Gegenwind, aber es war beim Einwerfen genauso der Wind da, und da habe ich über 60 m geworfen. Ich habe davor im Trainingsstadion weit über 60 geworfen. Und bin genauso gegen eine Windmauer gerannt. Ich habe keine Ahnung, ich kann das nicht erklären", war die Niederösterreicherin schwer enttäuscht. Qualifikationsbeste im 29-köpfigen Teilnehmerinnenfeld war die Japanerin Haruka Kitaguchi mit 64,32 m.

Quelle: Agenturen