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Verstappen jagt im Perez-Revier Rekordmarke von 14 Siegen

27. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Noch drei Chancen hat Weltmeister Max Verstappen in dieser Formel-1-Saison, sich einen strahlenden Rekord umzuhängen: 14 Siege in einem Jahr hat noch niemand in der Motorsport-Königsklasse geschafft, wobei aber dazugesagt werden muss, dass es früher viel weniger Rennen im Kalender gab. Die erste Möglichkeit ergibt sich für den Niederländer am Wochenende beim Großen Preis von Mexiko. Das Heimspiel von Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez gilt als lautester Grand Prix des Jahres.

Im vergangenen Jahr siegte Verstappen vor Mercedes-Mann Lewis Hamilton, Perez wurde vor den frenetischen mexikanischen Fans rund um das Autodromo Hermanos Rodriguez Dritter. "Ich freue mich darauf, nach Mexiko zurückzukehren. Ich liebe das Essen dort, vor allem die Tacos!", deklarierte sich Verstappen als Anhänger der mexikanischen Küche. "Es war unglaublich, letztes Jahr dort zu gewinnen, und wir hoffen auf die gleiche Performance in diesem Jahr." Die Red-Bull-Fans auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs durch ein ehemaliges Baseball-Stadion, eingebettet in die Sportanlage Ciudad Deportiva Magdalena Mixhuca, seien "so leidenschaftlich", betonte er.

Red Bull hat sich neben der Fahrer-Krone für Verstappen auch bereits den Konstrukteurs-Weltmeistertitel gesichert, "aber wir sind noch immer hier, um zu gewinnen. Wir werden weiter attackieren und alles tun, um auch in der restlichen Saison konkurrenzfähig zu sein", versprach der 25-Jährige. Perez kündigte an: "Mein Ziel ist, meinen Heim-Grand-Prix zu gewinnen. Ich weiß, dass ich das Auto und das Team habe, um das zu schaffen. Es war bis jetzt eine unglaubliche Saison für das ganze Team, und ich werde hundert Prozent geben, um für diese Fans in Mexiko zu gewinnen."

Zwei Tagessiege - in den Stadtstaaten Monaco und Singapur - hat Perez bisher in diesem Jahr bewerkstelligt. Für ihn geht es noch um den zweiten WM-Rang, da käme ein voller Erfolg gerade recht. Vor den drei letzten Rennen liegt er nur zwei Punkte hinter Charles Leclerc von Ferrari. "Ich denke, dass ihm Max Schützenhilfe leisten würde", dachte ServusTV-Experte Christian Klien schon an mögliche Szenarios. "Die beiden kommen gut miteinander aus und umgekehrt hat Checo auch Max oft geholfen."

13 Siege hat Verstappen nach seinem Coup am vergangenen Sonntag in Austin schon auf der Habenseite. 13 in einer Saison haben auch die Deutschen Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013) einst - eben bei weniger Rennen - herausgefahren. Gelingt Verstappen ein weiterer Sieg bereits am Sonntag (21.00 MEZ/live ServusTV, Sky), "hätte man in diesem Jahr alles erreicht", sagte Klien. Während Verstappen die Bestmarke laut dem Vorarlberger "ziemlich wurscht" sein wird, gelte das nämlich für Red Bull Racing nicht: "Als Team will man sich diesen Meilenstein schon anheften."

Ungemach droht Red Bull noch abseits der Piste wegen der Thematik Budget-Verfehlungen. "Dass es eine Strafe geben wird, ist unumgänglich", meinte Klien, der sich Sanktionen im Bereich der Fahrzeug-Entwicklung vorstellen kann. Wann der Automobil-Weltverband FIA seine Entscheidung verkündet, ist offen.

Quelle: Agenturen