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Ukraine-Krise: Schalke 04 hält vorerst an Sponsor Gazprom fest

22. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Wegen der aktuellen Ereignisse im Ukraine-Konflikt überprüft der deutsche Fußball-Verein, Schalke 04, nun seine Partnerschaft mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom, der als Hauptsponsor fungiert.

"Mit großer Sorge verfolgt auch der FC Schalke 04 die jüngsten Entwicklungen in Osteuropa. Der Verein ist sich in diesem Kontext seiner besonderen Rolle unter den deutschen Sportvereinen bewusst: Mit Gazprom Germania, einer deutschen Tochter des staatlichen russischen Energieunternehmens Gazprom, hat der S04 seit nunmehr 15 Jahren einen zuverlässigen Partner und einen relevanten Gaslieferanten der Bundesrepublik Deutschland an seiner Seite", heißt es in einem offiziellen Statement des Zweitligisten. 

Man stehe "im ständigen Dialog" mit Gazprom und setzte sich "für Frieden und ein friedliches Miteinander" ein.  "Der FC Schalke 04 wird die weitere Entwicklung beobachten, bewerten und nachdrücklich zum Frieden appellieren - zum Schutz der von der Krise betroffenen Menschen", teilt der Revierklub weiter mit.

Fans fordern Auflösung des Gazprom-Vertrags 

Vielen Schalker Fans ist die Partnerschaft mit dem russischen Gas-Riesen schon lange ein Dorn im Auge. In einem vielfach gelikten und geteilten Tweet schreibt Fan Raphael Brinkert: „Spätestens seit heute Nacht ist klar: Die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatsunternehmen Gazprom war, ist und bleibt ein Fehler, der dem FC Schalke 04 seit 2007 singulär Mehreinnahmen beim Hauptsponsoring aber ganzheitlich Mindereinnahmen in fast jedem anderen Bereich (Merch, Hospitality, Sponsoring, PR) gebracht hat."

Der Verein hält jedoch - zumindest vorerst - an seinem langjährigem Partner fest. Gazprom fungiert seit inzwischen 15 Jahren als Schalker Hauptsponsor. In der zweiten Liga fließen angeblich bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr an Sponsorengeldern. 

Maximilian PatakQuelle: Redaktion