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Tunesien trotzt Dänemark 0:0 ab

22. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar hat ihre erste Nullnummer erlebt. Beim 0:0 zwischen Dänemark und Tunesien kassierten die als Geheimfavorit ins Turnier gestarteten Skandinavier einen im Vorfeld unerwarteten Punkteverlust.

Doch Tunesien präsentierte sich bissig und defensiv sattelfest. Dänemark indes steht am Samstag im Duell der Gruppenfavoriten mit Frankreich bereits ein wenig unter Zugzwang. 

Unterstützung von den Fans

Die Sympathien auf den mehrheitlich von Tunesien-Anhängern bevölkerten Rängen in Al Rayyan waren verteilt. Tunesiens Aissa Laidouni sendete mit einer Grätsche gegen Dänemarks Starspieler Christian Eriksen nach wenigen Sekunden ein Signal, das nicht nur akustisch nachhallte. Dänemark fand schwer ins Spiel, mit forschem Attackieren entschärften die Tunesier die Dänen oft schon im Ansatz einer Kombination.

Ungefährlicher Start

Dänemarks Stürmer Kasper Dolberg und Andreas Skov Olsen waren meist völlig abgemeldet. Die ersten gefährlichen Abschlüsse gehörten den Nordafrikanern, die mehrheitlich mit Spielern von kleineren europäischen Clubs angetreten waren. Erst in der 23. Minute feuerte Joachim Andersen den ersten, ungefährlichen Fernschuss auf Tunesiens Goalie Aymen Dahmen ab. Stattdessen ging Tunesiens Ansatz - Körperlichkeit und zielstrebige Angriffe - beinahe auf. Der präsente Stürmer Issam Jebali enteilte der dänischen Hintermannschaft, traf auch an Kasper Schmeichel vorbei ins Tor, doch er war aus Abseitsposition gestartet. Verdächtig nach Abseits roch die letzte Topchance vor der Pause, als Schmeichel bei Jebalis Lupfer erfolgreich den Arm ausfuhr.

Es fehlt das letzte Risiko

Das galt mit Fortdauer auch für seine Kollegen. Dänemark hatte deutlich mehr den Ball, fand aber gegen den nun abwartender agierenden Gegner selten entscheidende Lücken. Trainer Kasper Hjulmand reagierte nach gut einer Stunde mit dem Dreifachwechsel und durfte kurz darauf beinahe jubeln. Dahmen aber entschärfte einen Eriksen-Gewaltschuss von der Strafraumgrenze. Beim folgenden Corner ging ein Kopfball-Aufsitzer von Andreas Christensen an die Innenstange (69.). Die Dänen blieben bestimmend, nahmen aber nie das letzte Risiko. Der eine besondere Augenblick, um das Match zu gewinnen, bot sich für beide Teams im Finish nicht mehr.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo