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Truppe nach Slalom-Debakel: "Heißt jetzt einfach buckeln"

12. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Vier Top-12-Ränge in vier Rennen, darunter durch Katharina Truppe als Dritte in Killington nur ein Podestrang: Österreichs Slalom-Frauen haben vor dem Weltcup-Heimrennen am Semmering zum Jahresende noch einiges an Arbeit vor sich.

Für härtere Bedingungen, wie sie die Skirennläuferinnen in Levi und Sestriere vorfanden, haben Katharina Liensberger und Co. derzeit kein Rezept parat. "Bis zum Semmering heißt es jetzt einfach buckeln", sagte Truppe.

Kristallkugel bereits abgeschrieben

Liensberger, 2021 Slalomweltmeisterin und Gewinnerin der kleinen Kristallkugel für die Spezialwertung sowie heuer Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in China, hält nach vier Saisonrennen in dieser Disziplin als 14. bei mageren 74 Punkten, angesichts der je 325 von Mikaela Shiffrin (USA) und Wendy Holdener (SUI) sowie der 230 der aktuell drittplatzierten Petra Vlhova (SVK) ist das Kristall damit bereits abzuschreiben. In Levi war Liensberger Elfte und Achte, in Killington schied die Vorarlbergerin aus, in Sestriere reihte sie sich als 14. im geschlagenen Feld ein.

"Habe mich nicht wohlgefühlt"

"Es spielt viel zusammen. Heute war es definitiv so, dass ich mich seit dem ersten Tor nicht wohlgefühlt habe. Wenn das Vertrauen bzw. die Stimmigkeit, das Gefühl nicht da ist, kann es auch das Ergebnis nicht sein", meinte die Vorarlbergerin, die seit dem Frühjahr von Star-Trainer Livio Magoni trainiert wird. "Es ist sehr viel umgestellt worden - auf allen Ebenen. Wir werden sehen, wo es hinführt, ich hoffe, dass es in eine gute Richtung geht", sagte die 25-Jährige. Sie ist sich mit Blick auf den Status quo im Weltcup bewusst: "Derzeit schaut es natürlich nicht gut aus, wir müssen es so akzeptieren und darauf aufbauen."

Truppe: "Es ist hart"

Truppe punktete zumindest in allen vier Rennen, angesichts der Plätze 15 und 21 in Levi, 17 in Sestriere sowie des zuvor dritten Ranges in Killington meinte die an zehnter Stelle der Disziplinwertung liegende Kärntnerin: "Es ist hart. Anstatt dass es eine Welle wäre mit ein bissl auf, ein bissl ab, geht es ja richtig steil bergauf oder bergab. Das Mittelmaß ist überhaupt nicht da. Das hier hat uns eindeutig die Grenzen gezeigt. Das müssen wir richten, sonst wird die Saison noch richtig schwer. Heute ist im gesamten Team nichts gegangen, das ist schon ein sehr großes Zeichen, dass wir so was gerade überhaupt nicht können."

Nur Liensberger und Truppe hatten es am Sonntag aus dem ÖSV-Team überhaupt in die Entscheidung der Top 30 in Sestriere geschafft. Die Saison-Zwischenbilanz ist ernüchternd: Franziska Gritsch, Achte in Killington, hat als 25. im ersten Levi-Rennen ein weiteres Ergebnis stehen. Chiara Mair war bisher einmal 20., einmal 21., Marie Therese-Sporer 16. und Katharina Huber 19. Damit sind auch schon alle Klassierungen von Österreicherinnen im Slalom erwähnt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo