Toni Polster: "Wäre ich zu Hause geblieben, hätte ich nicht überlebt"

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Wie knapp Toni Polster dem Tod entkam, eröffnete die Fußball-Legende am Mittwoch. Seiner Frau habe er zu verdanken, dass er noch lebe. Er ist gerührt über hunderte Genesungswünsche von Leuten, von denen er es nicht erwartet hätte und will ab sofort gesünder leben.

"Ich wollte mich nochmal bedanken für die vielen Glückwünsche und Besserungswünsche", begrüßte Toni Polster am Mittwoch die Medien zu einer Pressekonferenz über seinen Gesundheitszustand nach einem Magendurchbruch und einer Not-OP

Gerührt über Genesungswünsche von Ex-Gegnern

Weil er auf dem Weg zu einer Pressekonferenz ins Spital fuhr, hätten das "alle" mitgekriegt. Die Folge:  "Ich hab' noch nie so viele Nachrichten bekommen von Leuten, mit denen ich nicht so viel zu tun hatte." Dabei seien auch Spieler und Gegner von früher in der Bundesliga gewesen, von denen Polster nicht erwartet hätte, "dass sie so an mich denken". An die 600 Nachrichten erreichten ihn. Er habe versucht, alle zu beantworten. 

"Leichtes Ziehen" total unterschätzt

Lange unterschätzte er den Ernst der Lage, schilderte er. Alles begann mit einem "leichten Ziehen im Bauch" im Dezember. Seine Frau und er hätten Corona gehabt, er führte die Symptome anfangs auf das zurück. Doch auch nach der Genesung ließen die Bauchschmerzen nicht nach. 

Erst auf dem Weg zu einer Pressekonferenz, bei der er über die nachträgliche Anerkennung dreier Tore zu seiner aktiven Zeit sprechen wollte, kippte die Situation. Er habe Schweißausbrüche gehabt und sei "ganz bleich im Gesicht" gewesen. 

Seine Frau rettete Polster das Leben

Dass er noch lebe, habe er seiner Frau zu verdanken. Die drängte Polster, ins Spital zu fahren. "Gott sei Dank, hat meine Frau so gedrängt", meint der Fußballer im Nachhinein. Wäre er allein gewesen, hätte er sich vielleicht zu Hause niedergelegt und wäre nicht mehr aufgewacht. 

Polster: "Wenn ich zu Hause geblieben wäre, hätte ich nicht überlebt"

Auch zu diesem Zeitpunkt glaubt Polster noch eine Spritze oder ein paar Tabletten würden reichen, um ihm wieder auf die Beine zu bekommen. Er habe noch nicht einmal gewusst, dass es einen Magendurchbruch gibt. Doch genau an dem litt er, wie ihn die Ärzte aufklärten.

Dreistündige Not-OP

Wäre er über Nacht zu Hause geblieben, hätte er nicht überlebt, machten sie ihm klar und ordneten sofort eine Not-OP an. Und das, obwohl er nicht nüchtern war, sondern gefrühstückt habe, erinnert sich Polster. Drei Stunden lag er unterm Messer. "Es war keine leichte Operation."

"Vielleicht ist ein Magengeschwür geplatzt", der Grund für den Durchbruch könne aber auch sein, weil er "zu viel Kaffee getrunken" oder nicht gesund genug gegessen habe. 

Bessere Ernährung, gesünder Leben

"Ich bin froh, dass es mir jetzt gut geht", ist Polster nach acht Tagen im Spital erleichtert und will sein Leben umstellen. "Ich muss aufpassen mit der Ernährung, mit gesünder Leben, das muss ich mir ins Stammbuch schreiben." Er sei "richtig erleichtert, dass das nicht schlimmer geendet hat." Er sei "mit Stand jetzt" auf einem guten Weg: "Ich habe diesen Schlag verstanden und versuche jetzt, das Beste draus zu machen!"

Ende 2023 habe er auch eine Hüft-OP gehabt. Mit der Reha müsse er aber warten, bis die "Wunden im Bauch verheilt sind", erklärt er. "Ich bin im Kaiser-Franz-Josef-Spital geboren worden, und hab jetzt ein zweites Leben gekriegt."

Leider seien die Weihnachtsfeiern ausgefallen und "Silvester war auch nix", hofft Polster auf ein besseres Jahr 2024. Schon Mitte Jänner will er mit seiner Mannschaft wieder trainieren. 

ribbon Zusammenfassung
  • Wie knapp Toni Polster dem Tod entkam, eröffnete die Fußball-Legende am Mittwoch.
  • Seiner Frau habe er zu verdanken, dass er noch lebe.
  • Er ist gerührt über hunderte Genesungswünsche von Leuten, von denen er es nicht erwartet hätte und will ab sofort gesünder leben.

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