Swiatek und Co. monieren Kameras: "Sind wir Tiere im Zoo?"
Die US-Amerikanerin hatte nach ihrer klaren Niederlage gegen Elina Switolina aus der Ukraine in den Katakomben der Rod Laver Arena aus Frust ihren Schläger zertrümmert. Die Weltranglisten-Dritte wähnte sich dabei unbeobachtet, wurde aber von Kameras gefilmt, sodass jeder ihren Wutausbruch sehen konnte.
Im Tennis ist es vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren üblich, dass die Profis auf Schritt und Tritt von Kameras begleitet werden. "Ich denke nicht, dass das nötig ist", sagte Gauff. Sie habe extra nach einem Ort gesucht, wo sie dachte, unbeobachtet zu sein, da sie kein schlechtes Vorbild vor allem für Kinder habe sein wollen. "Vielleicht sollten wir mal darüber reden. Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Turnier der einzige private Ort die Umkleidekabine ist."
Auch Swiatek hatte die Dauerüberwachung während des Turniers zu spüren bekommen, als über die Kameras zu sehen gewesen war, dass sie fast ihre Akkreditierung vergessen hätte. "Ich denke nicht, dass das so sein sollte. Wir sind gewohnt, auf dem Platz und in der Pressekonferenz beobachtet zu sein. Das ist unser Job", sagte die sechsfache Grand-Slam-Turnier-Siegerin. Aber es gehöre nicht zum Job, zur Schau gestellt zu werden, wenn man die Akkreditierung vergesse.
Die ehemalige Weltklassespielerin Serena Williams (44) stimmte ihren einstigen Kontrahentinnen zu. Im zertrümmerten Schläger von Gauff sah die langjährige Nummer eins der Welt kein Problem. Ganz im Gegenteil: "Nun Coco, wenn du willst, zeige ich dir, wie du ihn in einem Versuch zerstörst", schrieb Williams in den sozialen Netzwerken. Gauff hatte den Schläger mehrere Male auf den Boden gehämmert, ehe dieser kaputt war.
Zusammenfassung
- Nach dem Viertelfinal-Aus der Weltranglisten-Dritten Coco Gauff bei den Australian Open entbrannte eine Debatte über die ständige Überwachung durch Kameras, nachdem ihr Wutausbruch in den Katakomben gefilmt wurde.
- Iga Swiatek, sechsfache Grand-Slam-Siegerin, und weitere Top-Spielerinnen kritisieren die Dauerpräsenz von Kameras bei Grand-Slam-Turnieren und fordern mehr Privatsphäre abseits des Platzes.
- Auch die 44-jährige Serena Williams unterstützt Gauff und Swiatek, sieht im zertrümmerten Schläger kein Problem und kommentiert die Szene humorvoll in sozialen Netzwerken.
