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Super Bowl-Chancen: Die Favoriten und Außenseiter

15. Jan. 2023 · Lesedauer 5 min

Nach der Regular Season ist vor den Playoffs. PULS 4 und PULS 24 zeigen alle Spiele im Free-TV. Eine erste Einschätzung, wer die Favoriten und wer die Außenseiter auf den Titel sind.

Der Weg zum Super Bowl LVII steht. Am Montag wurden noch die letzten Tickets für die Postseason vergeben sowie die Playoff-Setzungen festgelegt.

Spannender letzter Spieltag

Die Seattle Seahawks (NFC) schnappten sich genauso wie die Miami Dolphins (AFC) am letzten Drücker noch den 7-Seed in ihrer jeweiligen Conference. Die Green Bay Packers verpassen zum ersten Mal seit 2018 den Einzug in die Playoffs. Die Philadelphia Eagles sicherten sich mit einem 22:16-Sieg gegen die New York Giants den Nummer-1-Seed in der NFC und damit auch eine Bye Week in der ersten Playoff-Runde. Über eine Woche Pause können sich auch die Kansas City Chiefs freuen, die mit einem 31:13-Sieg gegen die Las Vegas Raisers ebenfalls bereits in die Divisional Round einziehen.

Die Außenseiter

Tampa Bay Buccaneers (NFC): Die Bucs (8-9) gewannen die schwache NFC South Division mit einem Losing-Record. Noch nie zuvor ging Brady mit so einer Bilanz in die Playoffs. Aber wenn es in diesem Sport etwas gibt, das man nicht tun sollte, dann ist es, Brady abzuschreiben. Vor allem den Playoff-Brady. Neben Quarterback Brady haben die Bucs auch noch die starken Wide Receiver Mike Evans und Chris Godwin, welche Spiele entscheiden können sowie vor allem eine stabile Defensive.

Was schlicht und einfach fehlt, ist das Laufspiel, um Brady etwas mehr Last von den Schultern zu nehmen. Die Tampa Bay Buccaneers haben in dieser Saison die wenigsten Rushing Yards in der gesamten NFL. Vor allem gegen die Dallas Cowboys und deren starken Pass Rush wird das Laufspiel sehr wichtig.

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Los Angeles Chargers (AFC): Die Chargers haben ihre Härte vielfach bewiesen. Kein Team der AFC hat mehr Star-Verletzungen hinnehmen müssen als die Chargers. Ohne Pro Bowler wie Defensive End Joey Bosa, Left Tackle Rashawn Slater und Cornerback J.C. Jackson schafften die Chargers den Einzug in die Playoffs. Dieses Team hätte wahrscheinlich zwei oder drei Siege mehr einfahren können, wenn es verletzungsfrei geblieben wäre.

Aus diesem Grund fühlen sich die Playoffs wie eine große zweite Chance für Los Angeles an, auch weil Joey Bosa pünktlich zum Spiel gegen die Jacksonville Jaguars am Sonntag (02:15 Uhr auf PULS 4) fit wird. Auch Rashawn Slater würde im Falle eines Weiterkommens vermutlich wieder zur Verfügung stehen. Der junge Quarterback Justin Herbert zeigt außerdem, dass er genauso groß spielen kann wie die anderen Star-Quarterbacks der AFC.

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Die Favoriten

Kansas City Chiefs (AFC): Mit einer Bilanz von 14-3 sicherte sich die Chiefs den ersten Platz der AFC West. Das Team gewann zehn seiner letzten elf Spiele. Der Trade von Star-Wide Receiver Tyreek Hill zu den Miami Dolphins vor der Saison sorgte nicht nur für reichlich Schlagzeilen, sondern auch für Kopfzerbrechen bei den Chiefs. Doch die Offense hat gezeigt, dass sie auch ohne Hill auf einem enorm hohen Level funktionieren, auch wenn jetzt mehr Geduld und mehr aktives Verteilen des Balles notwendig ist. Travis Kelce, der zurecht als einer der besten Tight Ends dieses Jahrhunderts gehandelt wird, trägt nicht unwesentlich zum Erfolg bei.

Patrick Mahomes ist gefühlt besser als je zuvor. 67,1 Prozent seiner Passversuche kommen an (Karriere-Bestwert), 5.250 geworfene Yards und 41 Touchdowns (beides Liga-Bestwerte) gegen zwölf Interceptions sind nur ein paar Indikatoren, die die Top-Form von Mahomes unterstreichen. Aber neben der Offense verdient auch die Defensive Lob, denn die Chiefs können mit 55 Sacks die zweitmeisten Sacks der Regular Season verzeichnen. Allein Defensive Tackle Chris Jones verbuchte 15,5 Sacks.

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Philadelphia Eagles (NFC): Die Philadelphia Eagles (14-3) sicherten sich vor Wochen bereits einen Platz in den Playoffs, aber am Sonntagabend sicherten sie sich mit einem 22-16-Sieg über die New York Giants offiziell den Nummer-1-Seed. Angeführt wird das Team von Quarterback Jalen Hurts, der eine MVP-Saison hatte und dank der Bye Week wohl wieder gänzlich fit in die Divisional Round starten wird.

Die Eagles erwarben A.J. Brown in der Offseason, was sich als wahrer Glücksgriff entpuppte. Denn der Wide Receiver bereicherte Hurts' Spiel in jeder Hinsicht. Der ausschlaggebende Faktor ist aber, dass Philadelphia ein "komplettes" Team besitzt. Denn neben der starken Offense hat Philadelphia auch eine der besten Defenses in der NFL.

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Buffalo Bills (AFC): Der tragische Vorfall von Damar Hamlin hat das Team noch mehr zusammengeschweißt. Josh Allen hat zudem in der Regular Season und in den Playoffs des Vorjahres gezeigt, dass er zu den besten Quarterbacks der Liga gehört. Allen hat nicht nur einen starken Arm, sondern kann mit seiner Athletik Plays verlängern und den Ball dann perfekt an seine Mitspieler anbringen.

Trotzdem versucht Josh Allen immer wieder Plays zu erzwingen und dadurch passierte ihm in dieser Saison schon der ein oder andere kostbare Turnover. Seine Lieblingsanspielstation ist Stefon Diggs, der zu den besten Receivern in der NFL gehört. Mit 1429 Yards liegt er auf Platz 4 in Sachen Receiving Yards in der gesamten Liga. Die Bills Defense ist aber ebenfalls einer der besten in der NFL und kann vor allem in engen Spielen oft den Unterschied ausmachen.

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Thomas GolavcnikQuelle: Redaktion