Straka Zweiter bei PGA-Topturnier in Pebble Beach
Nach zwei 66er- und einer 67er-Runde kam Straka am Schlusstag in Kalifornien mit den teils sehr windigen und regnerischen Bedingungen zunächst nicht so gut zurecht wie die Konkurrenz an der Spitze. Zwei frühe Schlagverluste auf den Bahnen 1 und 5 ließen den zweifachen Ryder-Cup-Champion im Kampf um den Sieg bei dem Signature-Event der PGA etwas zurückfallen. Auf den "back nine" startete der ÖGV-Golfer eine sehenswerte Aufholjagd, bei der er Schlag um Schlag aufholte.
Trotz 20-minütiger Wartezeit vor dem 18. Loch, weil US-Golfer Jacob Bridgeman im Kampf um einen Spitzenplatz seinen Ball erst "strandete" und danach im Meer versenkte, behielt Straka die Nerven und beendete den Arbeitstag mit einem Eagle. Inklusive dreier Bogeys und fünf weiterer Birdies bedeutete das eine 68er-Schlussrunde auf dem Par-72-Kurs bzw. ein Gesamtscore von 267 (21 unter Par). Doch Morikawa, der im selben Flight wie der vierfache PGA-Tour-Sieger spielte, konterte auf der Schlussbahn mit einem Birdie. Der US-Amerikaner hatte damit knapp die Nase vorne vor Straka und dem ebenfalls zweitplatzierten Australier Min Woo Lee.
Der Wiener, der im Vorjahr Siebenter in Pebble Beach war, darf dennoch positiv bilanzieren. Nach dem misslungenen Jahresauftakt in La Quinta, wo er als Titelverteidiger den Cut verpasst hatte, und Rang 18 bei den Phoenix Open schaffte Straka nun sein elftes Top-3-Resultat auf der PGA-Tour. Für seinen vierten "Zweier" bei der wichtigsten Golfserie weltweit strich Straka ein sattes Preisgeld in Höhe von 1,76 Mio. Dollar (1,48 Mio. Euro) ein. Damit knackte der ÖGV-Golfer die 30-Mio.-Marke, sein offizielles Preisgeldkonto weist nun mehr als 30,3 Millionen Dollar aus.
Straka machte in der PGA-Jahreswertung 62 Plätze gut und schob sich auf Rang neun vor. Seine Golfkünste wird der zweifache Olympia-Teilnehmer Ende Mai auch in seiner Heimat präsentieren, wenn er bei den Austrian Alpine Open in Kitzbühel abschlägt. Doch zunächst geht es für ihn diese Woche mit dem Genesis Invitational, ebenfalls ein Signature-Turnier, in Pacific Palisades nahe Los Angeles weiter.
Sieg und Babynews im Hause Morikawa
Morikawa, der erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder triumphierte, durfte sich indes nicht nur über einen Siegerscheck in Höhe von 3,6 Mio. Dollar freuen. Er verkündete zudem, dass seine Frau Katherine und er im Mai erstmals Eltern würden. "Wir haben erst diese Woche damit begonnen, es den Leuten zu erzählen, und wir sagten, was könnte es Besseres geben, als es der Welt zu verkünden, wenn ich gewinnen würde", sagte Morikawa im Siegerinterview.
Der 29-Jährige, dem am Samstag eine 62er-Runde gelungen war, wehrte am Schlusstag mit einer 67 nicht nur Strakas, sondern auch den Angriff seines Landsmannes und Weltranglistenersten Scottie Scheffler ab. Scheffler kam mit einer 63er-Runde, auf der dem US-Star gleich drei Eagles gelangen, auf Rang vier. Der entthronte Titelverteidiger Rory McIlroy wurde 14.
Zusammenfassung
- Sepp Straka wurde beim mit 20 Millionen Dollar dotierten PGA-Topturnier in Pebble Beach mit einem Gesamtscore von 267 (21 unter Par) Zweiter und verpasste den Sieg nur um einen Schlag hinter Collin Morikawa.
- Für seinen vierten zweiten Platz auf der PGA-Tour kassierte Straka ein Preisgeld von 1,76 Millionen Dollar, verbesserte sich in der Weltrangliste auf Platz zwölf und machte in der Jahreswertung 62 Plätze gut auf Rang neun.
- Morikawa feierte nicht nur seinen ersten PGA-Sieg seit über zwei Jahren und nahm 3,6 Millionen Dollar mit nach Hause, sondern verkündete auch, dass er und seine Frau im Mai ihr erstes Kind erwarten.
