APA - Austria Presse Agentur

Sommerspiele 2021 laut IOC nicht abhängig von Impfstoff

Apr 29, 2020 · Lesedauer 2 min

Die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio 2021 ist nach Aussage des IOC-Mitglieds John Coates nicht abhängig vom Vorhandensein eines Impfstoffes gegen das Coronavirus. "Der Rat der Weltgesundheitsorganisation lautet, dass wir weiter mit diesem Termin planen sollen, und das machen wir und das ist nicht abhängig von einem Impfstoff", sagte der Chef der IOC-Koordinierungskommission.

Der Chef der japanischen Ärztekammer, Yoshitake Yokokura, hatte am Dienstag erklärt, es wäre schwierig, die Spiele ohne Impfstoff auszurichten. Coates stufte diese Aussage am Mittwoch als "Meinung" ein.

"Ein Impfstoff wäre nett, aber wir halten uns an die WHO und die japanischen Gesundheitsbehörden. Die Gesundheit aller Athleten und der anderen Teilnehmer hat oberste Priorität", betonte der Australier. Als neuer Termin für die Sommerspiele ist wegen der Pandemie der Zeitraum von 23. Juli bis 8. August 2021 festgelegt worden.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe sagte am Mittwoch, die Sommerspiele könnten nur dann stattfinden, wenn die Coronavirus-Pandemie bis dahin unter Kontrolle sei. Neuer Eröffnungstermin der um ein Jahr verschobenen Spiele ist der 23. Juli 2021.

"Wir haben gesagt, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele in einer Form durchgeführt werden müssen, dass alle Athleten und Zuschauer bei einer Teilnahme sicher sind. Es wäre unmöglich, die Spiele in dieser Form abzuhalten, wenn die Coronavirus-Pandemie nicht eingegrenzt ist", sagte Abe in seiner Replik an einen Oppositionspolitiker. Am Vortag hatte der Chef der japanischen Ärztekammer, Yoshitake Yokokura, erklärt, es wäre schwierig, die Spiele ohne Impfstoff auszurichten.

IOC-Präsident Thomas Bach sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, das Internationale Olympische Komitee stehe voll hinter der Position von Premierminister Abe. "Seit Beginn der Krise gilt für uns das Prinzip, dass die Spiele nur in einem für alle Beteiligten sicheren Umfeld organisiert werden können. Dazu stehen wir auch künftig", erklärte Bach.

Abe betonte, die Sommerspiele sollten in einer Art und Weise abgehalten werden, die zeige, "dass die Welt den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gewonnen hat". Der Premier warnte allerdings, dass sich Japan für einen sich länger hinziehenden Kampf wappnen müsse.

Der Gouverneur von Tokio, Yuriko Koike, plädierte am Mittwoch indes für eine Ausdehnung des mit 6. Mai begrenzten Ausnahmezustands im Land. Die Situation in der Hauptstadt sei weiterhin "schwierig".

Quelle: Agenturen