Snowboarder Karl gewinnt Weltcup in Bansko
"Ich wollte vor den Olympischen Spielen noch unbedingt ein Rennen gewinnen, um eine Bestätigung zu haben, dass ich schnell bin. Daher gibt mir dieser Sieg extrem viel. Mir hat es auch nichts ausgemacht, dass ich bei meinen Läufen hin- und hergeschickt wurde und ich den Kurs nie aussuchen konnte", sagte Karl. Die Verhältnisse seien ihm sehr entgegengekommen. "Es war superschwer zu fahren, der Kurs schnell gesetzt und die Piste hart - alles so, wie es mir taugt."
Begonnen hatte der Tag für Karl alles andere als gut. Als 15. der Qualifikation hatte er sich gerade noch in das 16er-Finale gerettet. Am Brett war ein Keil gebrochen. "Wir haben zwischen der Qualifikation und dem Finale das Set-up wieder in Ordnung gebracht, danach haben auch die Schwünge auf der Backside wieder funktioniert", berichtete Karl, der die Führung im PGS-Weltcup übernahm. Christoph Karner (6.), Alexander Payer (7.) und Fabian Obmann (8./gegen Karl) schieden im Viertelfinale aus, Martina Ankele (16.) und Arvid Auner (12./gegen Payer) im Achtelfinale.
Zusammenfassung
- Benjamin Karl hat mit 40 Jahren beim Snowboard-Weltcup in Bansko seinen 28. Weltcupsieg gefeiert und sich im Parallel-Riesentorlauf gegen den Kanadier Arnaud Gaudet durchgesetzt.
- Nach einem schwierigen Start als 15. der Qualifikation und einer Reparatur am Snowboard gelang ihm der erste Saisonsieg seit fast zwei Jahren, womit er die Führung im PGS-Weltcup übernahm.
- Mit diesem Erfolg zählt Karl nach eigenen Angaben zu den Topfavoriten für die Olympischen Spiele, während weitere Österreicher wie Karner, Payer und Obmann im Viertelfinale ausschieden.
