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Siegloser VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Matarazzo

10. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Der VfB Stuttgart hat auf die sportliche Krise reagiert und Trainer Pellegrino Matarazzo freigestellt. Das gaben die Schwaben am Montag nach dem neunten sieglosen Spiel in der deutschen Fußball-Bundesliga bekannt. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest. Die Stuttgarter hatten am Sonntag 0:1 gegen den 1. FC Union Berlin verloren. Sie haben als einziger Club in dieser Bundesliga-Saison noch nicht gewonnen. In der Tabelle liegt der VfB mit fünf Punkten auf dem vorletzten Platz.

"Der VfB hat Pellegrino Matarazzo viel zu verdanken", sagte Vorstandschef Alexander Wehrle. Er war am Montag mit Sportdirektor Sven Mislintat und dem neuen Berater des Clubs, Sami Khedira, auf dem Vereinsgelände zusammengekommen. "Letztlich sind wir aber zu der Überzeugung gelangt, dass eine Veränderung auf der Trainerposition notwendig ist, um nach den negativen Ergebnissen der vergangenen Wochen eine Trendwende herbeizuführen."

Der bis dahin noch weitgehend unbekannte Matarazzo hatte beim VfB in der Winterpause der Saison 2019/2020 den Posten des entlassenen Tim Walter übernommen und den damaligen Zweitligisten im darauffolgenden Sommer zurück in die Bundesliga geführt.

"Es waren intensive und wunderschöne Jahre mit vielen unglaublichen Momenten und Erinnerungen, die für immer bleiben werden", sagte Matarazzo. "Für die Chance, die mir hier ermöglicht wurde, im Trainergeschäft Fuß zu fassen, werde ich ewig dankbar sein."

Matarazzo war mehr als 1.000 Tage beim VfB im Amt und stand damit sinnbildlich für den neuen Weg, den die Stuttgarter unter Sportdirektor Sven Mislintat nach dem Abstieg 2019 eingeschlagen hatten. Sowohl in der Vorsaison als auch im bisherigen Verlauf der aktuellen Spielzeit hatte sich Mislintat trotz ausbleibender Erfolgserlebnisse immer wieder schützend vor Matarazzo gestellt.

Nach der Niederlage gegen Union am Sonntag hatte er Matarazzo aber keine neue Jobgarantie mehr gegeben. Insgesamt konnte der VfB im Kalenderjahr 2022 bisher nur drei seiner insgesamt 26 Liga-Spiele gewinnen.

Quelle: Agenturen