APA - Austria Presse Agentur

Serie A könnte ohne Meister enden - und mit Algorithmus

08. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Der italienische Fußballverband will die Serie A bei einem erneuten Saisonabbruch wegen des Coronavirus mit Play-offs entscheiden. Sollte auch dies nicht möglich sein, etwa weil der Fall vor dem Wiederaufnahmedatum am 20. Juni eintritt oder zu nah am Schlusstermin Ende August liegt, soll ein Algorithmus über die Abschlusstabelle und damit die Europacup-Teilnehmer entscheiden.

Der italienische Fußballverband will die Serie A bei einem erneuten Saisonabbruch wegen des Coronavirus mit Play-offs entscheiden. Sollte auch dies nicht möglich sein, etwa weil der Fall vor dem Wiederaufnahmedatum am 20. Juni eintritt oder zu nah am Schlusstermin Ende August liegt, soll ein Algorithmus über die Abschlusstabelle und damit die Europacup-Teilnehmer entscheiden.

In diesem Fall würde kein Meister gekürt werden und es auch keine Absteiger geben. Das beschloss der Verband FIGC am Montag. Er lehnte mit 18:3 Stimmen die Forderung der Serie A ab, auch in diesem Fall Meister und Absteiger zu bestimmen. Der Algorithmus soll primär auf dem Punktedurchschnitt basieren, aber auch absolvierte Heim- und Auswärtsspiele miteinbeziehen.

"Es gibt keine bessere Lösung als die Play-offs", sagte FIGC-Präsident Gabriele Gravina. "Ein Miniturnier ist immer besser als ein Algorithmus. Die Serie A hat das akzeptiert, aber wir hoffen, dass dies nicht notwendig ist", sagte Gravina. Nach dem Algorithmus würden Punkte multipliziert mit den verbleibenden Spielen.

In der seit dem 9. März unterbrochenen Serie A sind noch zwölf Runden ausstehend. An der Tabellenspitze steht Rekordmeister Juventus Turin, gefolgt von Lazio Rom. Ein Sicherheitsprotokoll sieht vor, dass eine ganze Mannschaft zwei Wochen in Quarantäne muss, sollte ein Teammitglied positiv getestet werden. Das würde zu einem Abbruch des regulären Spielplans führen.

Quelle: Agenturen