APA - Austria Presse Agentur

Salzburg siegte, Sturm verlor - Remis bei Ried gegen Admira

30. Jan 2021 · Lesedauer 4 min

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag den dritten Sieg im dritten Bundesliga-Spiel des Jahres gefeiert. Die "Bullen" setzten sich auswärts gegen den TSV Hartberg mit 3:0 durch, bauten ihren Vorsprung auf Rapid zumindest bis Sonntag auf vier Punkte aus und sind 2021 noch ohne Gegentor. Sturm Graz kassierte beim Vorletzten SCR Altach eine 1:2-Niederlage und liegt sechs Zähler hinter dem Titelverteidiger. Das Duell zwischen der SV Ried und der Admira endete 0:0.

Salzburg-Trainer Jesse Marsch stellte an vier Positionen um. Kapitän Andreas Ulmer kehrte vor den Augen von ÖFB-Teamchef Franco Foda statt des verletzten Bernardo zurück, Albert Vallci ersetzte den an Oberschenkelproblemen laborierenden Maximilian Wöber. Dazu rotierten Antoine Bernede und Enock Mwepu statt Zlatko Junuzovic und US-Neuzugang Brenden Aaronson ins Team. Der 18-jährige Luka Sucic stand zum dritten Mal im dritten Frühjahrsspiel in der Startformation und bot eine starke Vorstellung.

Hartberg startete bei schwierigen Platzverhältnissen mutig, verzeichnete durch Sascha Horvath auch den ersten Torversuch (12.). Im Gegenzug erwischte Christian Klem aber Sekou Koita unglücklich am Fuß. Der Gefoulte verwertete den Elfmeter sicher zu seinem zwölften Saisontor. Wenig später ließ der Führende der Schützenliste die Großchance zum 2:0 aus (16.). Salzburg diktierte das Spielgeschehen fortan klar. Sucic schoss am langen Eck vorbei (31.), ehe Koita seinen Sturmpartner Patson Daka bediente und dieser sein schon usuelles Tor gegen Hartberg erzielte.

Die Hartberger fanden ihre beste Gelegenheit kurz nach der Pause durch einen Kopfball von Solostürmer Seifedin Chabbi vor (54.). Salzburg verwaltete den Vorsprung ohne Probleme und legte einen weiteren Treffer nach. Auch Daka kam zu seinem Assist. Der Angreifer bediente nach einem Konter Mwepu, der den Endstand besorgte. Im Finish kamen bei Salzburg noch Defensivspieler David Affengruber (19 Jahre) und Stürmer Benjamin Sesko (17) zu ihren Bundesliga-Debüts.

Für Sturm Graz bleibt das neue Jahr ein mühsames. Die Steirer kassierten trotz früher Führung durch Andreas Kuen (21.) bei Nachzügler Altach mit dem 1:2 (1:2) bereits die zweite Niederlage 2021 und drohen, am Sonntag auf Platz vier der Fußball-Bundesliga abzurutschen. Die Vorarlberger bejubelten dank der Tore von Philipp Netzer (35.) und Manfred Fischer (45.+1) den dritten Saisonsieg und setzten sich zumindest um zwei Punkte von Schlusslicht Admira ab.

Sturm dominierte im strömenden Regen die Anfangsviertelstunde klar, Altach-Goalie Martin Kobras musste bei einem Köpfler von Kevin Friesenbichler eingreifen (8.) und war auch nach gefährlicher Flanke von Sandro Ingolitsch aufmerksam (10.). Wie aus dem Nichts kam dann erst die Doppelchance für Altach: Jörg Siebenhandl wehrte einen Versuch von Marco Meilinger ab, im Nachsetzen zielte Aljaz Casar über das Tor (15.). Nur eine Minute danach zischte ein Fernschuss von Stefan Haudum knapp drüber (16.). Just in diese kurze Hochphase der Hausherren fiel aber die Gästeführung: Friesenbichler spielte zur Mitte, wo Philipp Netzer den Ball leicht abfälschte und Kuen dennoch zum Schuss kam.

Altach reagierte aber nicht wie ein Serienverlierer, sondern blieb mindestens ebenbürtig - und beschäftigte die Defensive der "Blackys", die bis zur Pause nicht mehr viel zu melden hatten. Den zweiten von drei gefährlichen Standards in kurzer Abfolge köpfelte Netzer nach Freistoß ins Tor. Dass er dabei im Abseits stand, hatte das Schiedsrichter-Team übersehen. Kurz vor der Pause ließ erst Emanuel Schreiner am Fünfer eine Riesenchance aus, in der Nachspielzeit war dann aber Fischer nach unfreiwilligem Doppelpass mit David Nemeth mit der Führung zur Stelle.

Die Admira bleibt auch nach der 15. Runde der Fußball-Bundesliga das Tabellenschlusslicht. Die Südstädter trennten sich bei strömendem Regen auswärts von der SV Ried 0:0. Damit holten die Oberösterreicher zwar den ersten Zähler unter Neo-Coach Miron Muslic, verpassten im Kampf um den Klassenerhalt allerdings einen Befreiungsschlag. Die Hausherren liegen in der Tabelle weiterhin an der zehnten Stelle.

In einer ausgeglichenen, aber zugleich ereignisarmen ersten Hälfte fanden die Hausherren die beste Chance vor. Kennedy Boateng verlängerte in der 37. Minute einen Freistoß per Kopf, Verteidiger Luca Meisl brachte den Ball daraufhin aus kürzester Distanz nicht im Tor unter. Die einzige nennenswerte Chance der Rieder hatte davor Ante Bajic vorgefunden, dessen Nachschuss in Folge eines Freistoßes geblockt wurde (16.). Auf der Gegenseite ging ein flacher Schuss von Atanga knapp am Tor vorbei (33.).

Auch in die zweite Hälfte starteten beide Teams zunächst zurückhaltend, ehe die Admira zu drei Topchancen binnen weniger Minuten kam. Zunächst verhinderte Ried-Schlussmann Samuel Sahin-Radlinger den Gegentreffer nach einem Schuss von Roman Kerschbaum mit einer Glanzparade (60.) Nur drei Minuten später war es abermals der Goalie der Oberösterreicher, der einen platzierten Schuss von Atanga entschärfte. In Minute 65 verfehlte Luca Kronberger eine präzise Hereingabe von Dominik Starkl nur hauchdünn.

Die 15. Runde wird am Sonntag mit den Partien Austria - WSG Tirol, SKN St. Pölten - WAC (jeweils 14.30 Uhr) und LASK - Rapid (17.00 Uhr) abgeschlossen.

Quelle: Agenturen