APA - Austria Presse Agentur

Salzburg mit 2:0 gegen WAC weiter im Siegesrausch

25. Sept 2021 · Lesedauer 4 min

Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg hat auch am Samstag seine weiße Weste behalten. Beim WAC sorgten Oguene (15.) und Okafor (51.) für einen 2:0-Sieg. Er war dies der neunte Triumph in ebenso vielen Bundesligarunden.

Ein Befreiungsschlag gelang Tirol mit einem 4:2-Sieg gegen die Rieder. Altach musste sich daheim Klagenfurt 0:4 geschlagen geben. Am Sonntag spielen: Hartberg - Austria, LASK - Admira und Rapid - Sturm.

Durch die Ausfälle von Kamil Piatkowski, Oumar Solet, Albert Vallci und Maximilian Wöber hatten die Salzburger in der Innenverteidigung einen personellen Engpass. Negativ wirkte sich das nicht aus. Ausgerechnet der erstmals in dieser Saison in der Startelf stehende Jerome Onguene (15.) brachte die Gäste in Front, traf vom Fünfer nach einem Sucic-Eckball per Kopf.

Die Kärntner waren im Spiel nach vorne zwar bemüht, wurden aber nur einmal richtig gefährlich. Bei einem Stangenschuss von Thorsten Röcher (32.) fehlte den Gastgebern das nötige Glück im Abschluss. Noch bitterer wurde es kurz vor dem Pausenpfiff. Gugganig sah nach zwei Fouls innerhalb von drei Minuten zurecht die Gelb-Rote Karte.

WAC-Trainer Robin Dutt setzte in der Folge auf den zurückgerückten Mario Leitgeb als Innenverteidiger. Der hatte nach dem Seitenwechsel mit seinen Kollegen viel Arbeit, da das Geschehen den erwarteten Verlauf nahm. Salzburg gab klar den Ton an. Kofler konnte sich bei einem von Amar Dedic abgefälschten Kristensen-Schuss noch auszeichnen (47.). Vier Minuten später war der 34-jährige Schlussmann aber geschlagen. Bei einem von Dominik Baumgartner noch abgefälschten Abschluss von Noah Okafor war er machtlos.

Danach hätte der Auswärtssieg noch höher ausfallen müssen. Bei einer Doppelchance scheiterte aber zuerst Benjamin Sesko an Kofler, dann rettete Lochoshvili bei Capaldos Nachschuss in höchster Not auf der Linie (85.).

In Tirol beendete die WSG ihren Negativlauf in beeindruckender Manier. Thomas Sabitzer mit einem Triplepack (28., 45., 63.) und Raffael Behounek (31.) trafen für die groß aufspielenden Tiroler, die zumindest für einen Tag den letzten Platz (an den LASK) abgaben.

Die Mannschaft von Thomas Silberberger war von Beginn weg spielbestimmend und ließ auch die gefürchteten Rieder Gegenstöße nicht zu. Ab der 20. Minute nahm der Druck der Gastgeber zu, die Belohnung folgte bald durch Sabitzer, der mit seinem ersten Bundesliga-Treffer die Führung besorgte (28.). Drei Minuten später war Behounek, der vergangenes Wochenende nach dem 0:5 gegen Sturm heftige Kritik an der Mannschaft geäußert hatte, per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (31.). Per Kopf war Sabitzer (45.) dann nochmals zur Stelle.

In der Pause reagierte das Rieder Trainerteam und brachte drei neue Spieler. Einer davon war Seifedin Chabbi, der mit der ersten gelungenen Offensivaktion der Gäste nach der Pause zum 1:3 traf (59.). Die Hoffnungen auf ein ähnliches Comeback wie vor einer Woche gegen den WAC (von 0:3 auf 3:3) beendete Sabitzer mit seinem dritten Treffer (63.) aber rasch wieder. Chabbi sorgte mit seinem zweiten Treffer (85.) noch für Ergebniskosmetik.

Aufsteiger Austria Klagenfurt fuhrt derweil seinen ersten Auswärtssieg in dieser Saison ein. Die Kärntner setzten sich in der neunten Runde beim SCR Altach dank Treffern von Pape Alioune Ndiaye (39./Eigentor), Florian Rieder (48.) und Markus Pink (61., 68.) mit 4:0 (1:0) durch und verbesserten sich damit zumindest für einen Tag auf Rang drei. Die Altacher hingegen liegen als Neunter nur noch zwei Punkte vom Tabellenende entfernt.

In der ersten Hälfte sahen die 3.800 Zuschauer eine offene Partie, wobei die Altacher leichte Vorteile hatten und auch zur ersten guten Chance kamen. Klagenfurts Schlussmann Phillip Menzel entschärfte einen Kopfball von Atdhe Nuhiu (38.). Praktisch im Gegenzug folgte die kalte Dusche für die Gastgeber - Ndiaye bugsierte eine Hereingabe von Patrick Greil ins eigene Tor.

Zum Beginn der zweiten Hälfte gab es den nächsten Nackenschlag für Altach. Timossi Andersson zog über die rechte Seite auf, seinen Querpass versenkte Rieder mit einer sehenswerten Direktabnahme im langen Eck (48.). Danach zeigten die Altacher leichte Auflösungserscheinungen, die Klagenfurter Austria konnte sich phasenweise ohne große Mühe durch die gegnerische Abwehrreihe durchkombinieren - so auch in der 61. Minute, als Pink nach Vorarbeit von Till Schumacher nur noch einschieben musste.

Das Tor wurde zunächst wegen eines vermeintlichen Abseits aberkannt, dann aber nach minutenlanger VAR-Überprüfung doch gegeben. Fünf Minuten später stellte Pink neuerlich seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis. Der Stürmer enteilte der Altacher Abwehr nach Pass von Christopher Cvetko und schoss trocken zum 4:0 für die Gäste ein.

Die Altacher kämpften noch um den Ehrentreffer, mehr als ein Stangenschuss von Nuhiu (84.) schaute jedoch nicht mehr heraus. Am Ende blieb es beim fünften sieglosen Match der Vorarlberger in Serie.

Quelle: Agenturen