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Salzburg hofft gegen WSG Tirol auf gute Milan-Generalprobe

02. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Erst das "Westderby", dann der erste "Königsklassen-Kracher": Bei Serienmeister Salzburg steht vor dem Duell mit der WSG Tirol am Samstag (17.00 Uhr) bereits alles im Zeichen von AC Milan. Gegen den italienischen Meister geht es drei Tage später um einen guten Start in die Champions League. Auch die anderen beiden Samstagsspiele der 7. Runde der Fußball-Bundesliga - Austria Wien gegen Austria Lustenau und Sturm Graz gegen TSV Hartberg - starten zur gleichen Zeit.

"Es ist die Aufgabe vom Trainerteam, die Mannschaft dafür zu sensibilisieren, dass erst einmal die WSG Tirol auf dem Programm steht", betonte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle in Hinblick auf das bevorstehende Champions-League-Duell. Das Spiel gegen die Tiroler sei wichtig, "da gilt es, drei Punkte zu holen." Und Milan? Erst einmal zweitrangig, denn: "Es ist Liga-Alltag und letztendlich wollen wir Meister werden, um auch weiterhin die Chance zu haben, gegen so große Mannschaften wie Milan zu spielen."

Die Tiroler, in der Liga derzeit Sechster, freuen sich bei ihrem Gastspiel in Salzburg unterdessen auf "Champions-League-Atmosphäre". Trainer Thomas Silberberger hofft beim Ligakrösus trotzdem auf eine Überraschung. "Wir benötigen einen Traumtag und sie einen schlechten, das ist uns bewusst. Aber solche Spiele gibt es immer wieder. Wir fahren sicher nicht nach Salzburg, um kampflos das Feld zu räumen", sagte der Tiroler. Eine "Klatsche" will Silberberger jedenfalls keine kassieren.

Die Wiener Austria hat nach einem ereignisreichen Transfersommer zufrieden Bilanz gezogen. "Wir sind sehr happy, wie sie sportlich und charakterlich in die Gruppe hineingefunden haben", sagte Sportdirektor Manuel Ortlechner über die Neuzugänge vor dem Duell gegen Austria Lustenau. Trainer Manfred Schmid will gegen den Aufsteiger nach dem souveränen Cup-Aufstieg ins Achtelfinale (5:0 in Siegendorf) nachlegen. "Diese erfolgreichen Spiele in den letzten Wochen haben uns in eine sehr positive und gute Ausgangslage gebracht. In diesem Flow wollen wir bleiben", betonte der Coach. Zuletzt hatte es bei Austria Klagenfurt ein 3:3 gegeben.

Gegen die Austria aus Lustenau geht es aber nicht nur um eine gelungene Generalprobe für den Conference-League-Auftakt am Donnerstag gegen den israelischen Vizemeister Hapoel Be'er Sheva - für den Tabellen-Achten ist auch der erstmalige Sprung über den "Strich" der Top 6 möglich. Lustenau-Trainer Markus Mader will in Wien überraschen. "Die Rollen sind klar verteilt, wir sind aber natürlich nicht nach Wien gereist, um die Punkte einfach so abzugeben", sagte er. "Die Wiener verfügen über einen starken Kader und wir müssen höllisch aufpassen."

Vizemeister Sturm Graz bittet währenddessen den TSV Hartberg zum steirischen Derby-Tanz. "Blackys"-Coach Christian Ilzer plagen jedoch eine Reihe von Verletzungssorgen, er bangt um Stammtorhüter Jörg Siebenhandl. Fix ausfallen wird Jakob Jantscher. Nicht besser geht es dem gegnerischen Trainer Klaus Schmidt, der weiterhin Kapitän und Keeper Rene Swete vorgeben muss. Die Grazer sind als Tabellen-Dritte gegen die Hartberger, die unter der Woche im ÖFB-Cup bei Zweitligist Dornbirn gescheitert sind (2:3), klarer Favorit. Ein Stirnrunzeln verursacht bei Ilzer allerdings die Startaufstellung. "Ich kann bei weitem nicht aus dem Vollen schöpfen", meinte der 44-Jährige.

Wünsche hat Hartberg-Trainer Schmidt nach der Cuppleite auch einige, beginnend mit der Auswärtspartie in Graz, wo die Oststeirer der logische Underdog sind. "Sturm ist eine Heimmacht und natürlich klarer Favorit. Hartberg ist es gewohnt, diese Rolle anzunehmen und hier und da gelingt es uns auch, für Überraschungen zu sorgen. Ich hoffe, dass das am Samstag auch der Fall ist." Auch Schmidt hatte noch einige Rätsel in Sachen Startelf zu lösen. "Wir haben mehrere verletzte und kranke Spieler." Immerhin sind die Spielgenehmigungen für die "Last-Minute-Neuzugänge" Dominik Frieser und Rene Kriwak laut dem Club rechtzeitig eingelangt.

Quelle: Agenturen