Sabalenka Favoritin im Melbourne-Traumfinale gegen Rybakina
"Ich liebe es einfach, in Melbourne zu sein. Ich liebe diesen Platz, ich liebe die Stadt und die Menschen hier", sagte Sabalenka über ihr "Wohnzimmer". Am 28. Jänner 2023 hatte sich Sabalenka im Finale "down under" gegen Rybakina nach verlorenem ersten Satz mit 4:6,6:3,6:4 durchgesetzt. 2024 nahm die 27-Jährige die letzte Hürde auf dem Weg zum Titel mit einem 6:3,6:2 gegen die Chinesin Zheng Qinwen. Ein Sabalenka-Triple verhinderte vergangenes Jahr überraschend die US-Amerikanerin Madison Keys mit einem knappen 6:3,2:6,7:5-Erfolg.
"Wir beide sind mittlerweile ganz andere Spielerinnen", betonte Sabalenka im Hinblick auf das 2023er-Endspiel. Über die Jahre habe man wertvolle Erfahrungen gesammelt, der mentale und physische Zustand sei mit damals nicht mehr vergleichbar. "Wir spielen viel besser Tennis, deshalb erwarte ich ein komplett anderes Match." Das jüngste Aufeinandertreffen entschied Rybakina 2025 in Riad im Finale der WTA Finals in zwei Sätzen für sich und verkürzte damit im Head-to-Head auf 6:8.
Auch deshalb darf sich die 26-jährige Kasachin berechtigte Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg beim "Happy Slam" machen. "Es war ein großer Kampf damals, sie war am Ende etwas besser. Hoffentlich kann ich all die Erfahrung vom letzten Match und letzten Finale gegen sie nutzen und am Samstag mein bestes Tennis auf den Platz bringen", sagte die in Russland geborene Rybakina. Nach dem im Turnierverlauf Gesehenen kann es getrost als Traumfinale bezeichnet werden.
Erstmals seit 2004 Finalistinnen ohne Satzverlust
Erstmals seit Justine Henin und Kim Clijsters 2004 gaben beide Final-Teilnehmerinnen bis zum Endspiel keinen Satz ab. Rybakina hatte im Halbfinale mit der US-Amerikanerin Jessica Pegula beim 6:3,7:6(7) mehr Mühe als Sabalenka, die Elina Switolina mit 6:2,6:3 ausschaltete. Sabalenka hat in Melbourne 26 der jüngsten 27 Matches gewonnen, mit einem fünften Major-Triumph würde sie im ewigen Ranking mit der Schweizerin Martina Hingis und der Russin Maria Scharapowa gleichziehen.
"Wir spielen beide sehr aggressiv, das Service wird wichtig sein. Ich werde bis am Schluss kämpfen, hoffentlich ist dieses Mal das bessere Ende auf meiner Seite", verlautete Rybakina. Sie hat beim Australian-Open-Vorbereitungsturnier in Brisbane im Viertelfinale gegen Karolina Muchova verloren. Die wurde in der Folge im Halbfinale von Sabalenka auf dem Weg zum Titel bezwungen. Die aktuell beste Spielerin der Welt hat damit 2026 noch kein Match verloren.
Zusammenfassung
- Aryna Sabalenka und Jelena Rybakina stehen sich im Finale der Australian Open 2026 gegenüber, nachdem beide Spielerinnen auf dem Weg dorthin keinen Satz abgegeben haben – ein Novum seit 2004.
- Sabalenka, aktuelle Weltranglistenerste, strebt nach ihrem dritten Titel in vier Jahren und hat in Melbourne 26 der letzten 27 Matches gewonnen, während das Head-to-Head gegen Rybakina nach deren Sieg 2025 in Riad bei 8:6 steht.
- Mit einem weiteren Grand-Slam-Titel würde Sabalenka zu Martina Hingis und Maria Scharapowa aufschließen, während Rybakina nach ihrem Triumph in Wimbledon 2022 auf ihren zweiten Major-Titel hofft.
