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Ried und LASK kämpfen um ÖFB-Cup-Finalticket

Heute, 12:51 · Lesedauer 3 min

Das letzte Ticket für das diesjährige Finale im Fußball-ÖFB-Cup wird am Mittwoch (18.00 Uhr/live ORF 1) im Oberösterreich-Derby zwischen der SV Ried und dem LASK vergeben. Die Partie war vor zwei Wochen wegen starken Nebels abgesagt worden, diesmal sollte einer ordnungsgemäßen Austragung nichts entgegenstehen. Beide Teams präsentierten sich zuletzt in guter Verfassung, im Endspiel am 1. Mai wartet in Klagenfurts Wörthersee Stadion der SCR Altach.

Die Linzer peilen ihre siebente Finalteilnahme an. Zuletzt gelang dies 2021, als man gegen Red Bull Salzburg den Kürzeren zog. Gewonnen hat der LASK den Pokal bisher nur in der Doublesaison 1964/65. Die Rieder hingegen können auf zwei Cup-Trophäen (1998, 2011) verweisen. 2022 schaffte man es zuletzt ins Endspiel, wo ebenfalls die "Bullen" zu stark waren.

LASK-Coach Dietmar Kühbauer holte in der Vorsaison mit dem WAC den Cup, diesmal scheint angesichts des Rückstands von drei Punkten auf Meistergruppen-Spitzenreiter Sturm Graz sogar das Double möglich. So weit wollte der Trainer allerdings nicht denken, sein Fokus gilt einzig und allein dem oberösterreichischen Lokalrivalen. "Wir wissen um die Stärken von Ried, uns erwartet ein emotionaler Cup-Fight mit vielen Zweikämpfen sowie vielen langen und zweiten Bällen. Wichtig wird erneut sein, physisch sehr präsent zu sein und zugleich einen kühlen Kopf zu bewahren", erklärte der Burgenländer.

Mittelfeldspieler Christoph Lang geht von einem "intensiven Spiel" aus. "Aber ich glaube, wir sind alle gut vorbereitet." LASK-Stürmer Samuel Adeniran gab zu Protokoll, er wolle "auch für unsere Fans gewinnen" und Nationalteam-Rückkehrer Sasa Kalajdzic ergänzte: "Vor allem in Ried wird es wichtig sein, dass wir mental bereit sind, diesen Kampf anzunehmen. Dass wir einfach Feuer und Flamme am Platz sind, dann können wir das Spiel gewinnen."

Während der LASK mit einem Heim-0:0 gegen den TSV Hartberg in die Meistergruppe startete, gelang den Riedern mit dem 2:1 vor eigenem Publikum gegen die WSG Tirol der erste Sieg nach zuvor fünf vergeblichen Versuchen. In der Qualifikationsgruppe der Bundesliga liegen die Innviertler hinter den punktegleichen Altachern an der zweiten Stelle.

Senft sieht Ried als Außenseiter

Ried-Trainer Maximilian Senft hievte den LASK in die Favoritenrolle. "Die Rollen sind klar verteilt, aber wir wissen, dass wir jedem Gegner in Österreich nicht nur wehtun können, sondern ihn auch schlagen können", sagte der 36-Jährige. "Wir müssen unsere Leistungsgrenzen noch einmal verschieben und brauchen eine noch bessere Leistung als gegen die WSG, um gegen den LASK zu bestehen."

Senft hat seine Mannschaft auch auf ein mögliches Shoot-Out eingestellt. "Wir haben ein Elferschießen komplett durchsimuliert und die Jungs haben in der letzten Woche ein paar Extra-Elfer geschossen", berichtete Senft.

Zusammenfassung
  • Das Oberösterreich-Derby zwischen SV Ried und LASK entscheidet am Mittwoch um 18 Uhr über das letzte Finalticket im ÖFB-Cup, nachdem das Spiel vor zwei Wochen wegen Nebels abgesagt werden musste.
  • LASK strebt seine siebente Finalteilnahme an und konnte den Cup bisher nur 1964/65 gewinnen, während Ried bereits zwei Mal (1998, 2011) triumphierte und zuletzt 2022 im Endspiel stand.
  • Ried-Trainer Maximilian Senft sieht seine Mannschaft als Außenseiter, betont aber, dass sie jeden Gegner schlagen können, und hat das Team gezielt auf ein mögliches Elfmeterschießen vorbereitet.