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Rapid unterliegt WAC mit 1:3 - Salzburg siegt in Ried 3:0

10. Sept. 2022 · Lesedauer 4 min

Der WAC hat die brenzlige Situation bei Rapid mit einem 3:1-Auswärtssieg verschärft. Nach der vierten Niederlage in den jüngsten sieben Pflichtspielen dürfte die Luft für Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer immer dünner werden. Fußball-Meister Salzburg hatte beim 3:0 in Ried keine Probleme und verteidigte damit seine Tabellenführung erfolgreich. WSG Tirol und Altach trennten sich im West-Duell der 8. Runde torlos.

Vor allem in der Anfangsphase wirkten die Gastgeber völlig von der Rolle. Ein Schuss von Ex-Rapidler Thierno Ballo landete am Oberarm des an der Strafraumgrenze postierten Martin Moormann. Tai Baribo verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0. (10.). In den darauffolgenden Minuten kombinierten sich die Kärntner mühelos durch eine taumelnde Rapid-Defensive. Baribo setzte Maurice Malone ein, der Stürmer überwand Keeper Niklas Hedl zum 2:0 für den WAC (14.). Hinzu kamen zwei Tore der Gäste, die wegen knappen Abseits nicht gegeben wurden.

Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer nahm in der Folge den überforderten Moormann vom Platz. Rapid ließ danach zwar keine Großchancen des WAC mehr zu, wurde aber selbst erst gegen Ende der ersten Hälfte gefährlich. Gäste-Tormann Hendrik Bonmann blieb bei Versuchen von Marco Grüll (43.) und Nicolas Kühn (45.) Sieger.

Nach dem Seitenwechsel kamen Bernhard Zimmermann und Thorsten Schick für Patrick Greil und Martin Koscelnik. Rapid erhöhte den Druck, Bonmann entschärfte einen Freistoß von Grüll (54.) und einen Kopfball von Kevin Wimmer (56.). Davor hatte Baribo die Chance auf das dritte WAC-Tor vergeben, als er an Hedl scheiterte (49.).

Rapids Hoffnungen auf eine Wende waren in der 65. Minute beendet - Malone schloss einen Konter nach Vorlage von Ballo aus kurzer Distanz ab. Während sich die Rapid-Profis um das Ehrentor bemühten und Matteo Anzolin die große Chance auf das 4:0 der Wolfsberger ausließ (77.), erschall aus dem Block West "Wir haben die Schnauze voll", "Feldhofer raus", "Zoki raus" und "Vorstand raus". In den letzten Minuten kehrte die organisierte Fanszene dem Rasen den Rücken zu. So bekamen sie den Treffer von Bernhard Zimmermann in der 91. Minute aus kurzer Distanz nicht zu Gesicht.

Red Bull Salzburg hat in der achten Runde der Fußball-Bundesliga inmitten der beiden Champions-League-Highlights einen souverän Auswärtssieg eingefahren. Die Bullen feierten am Samstag einen ungefährdeten 3:0 (2:0)-Erfolg bei der SV Ried. Mit dem sechsten Ligasieg in Folge bleibt der Serienmeister aus Salzburg an der Tabellenspitze. Die Generalprobe für das Duell mit dem FC Chelsea am Dienstag war somit geglückt.

Immer besser in Schwung kommt hingegen Salzburg. Der Meister legte überfallsartig los und agierte äußerst effizient. Bereits in Minute fünf brachte Benjamin Sesko nach einem gut getimten Lochpass von Mauritus Kjaergaard den Serienmeister in Führung. Nach einer Viertelstunde erhöhte Junior Adamu mit dem erst zweiten Torschuss nach einer Flanke von Nicolas Capaldo per Kopf auf 2:0. Mit Fortdauer der Partie fanden die Rieder etwas besser ins Spiel. Nach einem Foul von Bernardo an Marcel Ziegl im Sechzehner zeigte Schiedsrichter Markus Hameter auf den Elfmeterpunkt. Christoph Monschein schoss den Ball rechts am Tor vorbei. Kurz vor der Pause sah Mikic die rote Karte, nachdem er Gourna-Douath mit den Fuß im Gesicht getroffen hatte.

Die Überzahl der Salzburger währte allerdings nicht lange. Torschütze Adamu wurde nach einem Schlag ins Gesicht von Gegenspieler Platovic des Platzes verwiesen. Die Bullen dominierten weiterhin das Spielgeschehen. Nach knapp einer Stunde verpasste Kjaergaard mit einem Stangenschuss die endgültige Vorentscheidung (60.). Diese führte der eingewechselte Noah Okafor in der 71. Minute herbei, als er aus kurzer Distanz souverän einschob.

Im Innsbrucker Tivoli-Stadion sahen 1.640 Zuschauer ein Spiel mit nur wenig spielerischen Höhepunkten sowie ein leistungsgerechtes Unentschieden. Die Punkteteilung hilft beiden Teams nicht so richtig weiter: Altach behält mit nun fünf Zählern die Rote Laterne, während die Wattener bei acht Punkten und Rang acht halten.

Immerhin konnten die Vorarlberger nach vier Liga-Pleiten in Folge wieder Zählbares ergattern. Nächster Gegner der Mannschaft von Trainer Miroslav Klose ist in einer Woche Austria Klagenfurt vor heimischem Publikum. Die WSG reist währenddessen zum LASK.

Quelle: Agenturen