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Rapid startet mit nur sieben Spielern in Vorbereitung

15. Juni 2022 · Lesedauer 3 min

Nur sieben Spieler beim offiziellen Vorbereitungsstart: Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer hat mit einer kleinen Gruppe die erste Einheit auf den Trainingsplätzen beim Happel-Stadion am Mittwoch absolviert. Von den Sommer-Zugängen waren Patrick Greil, Ante Bajic, Michael Sollbauer und Aleksa Pejic dabei. Roman Kerschbaum absolvierte unter Aufsicht der medizinischen Abteilung sein Aufbauprogramm in der Kraftkammer, Nicolas Kühn fehlte aufgrund eines positiven Coronatests.

Wann der 22-jährige Deutsche ins Training einsteigen kann, wird sich erst weisen. Die "Rumpftruppe", der auch Nicolas Binder, der in den Profikader hochgezogene Rene Kriwak sowie der rekonvaleszente Abwehr-Routinier Christopher Dibon angehören, absolviert bis Freitag zumeist zwei Einheiten täglich, dann folgt ein freies Wochenende. Am Montag folgen weitere Testungen. Ab kommenden Dienstag soll abgesehen von den vier ÖFB-U19-Teamspielern, die bei der EM in der Slowakei im Einsatz sind, der gesamte Kader versammelt sein.

Rapid setzte den zweigeteilten Trainingsstart rund zwei Wochen nach dem letzten Saison-Pflichtspiel bewusst so an. "Der Hintergrund von dem ist, dass wir den neuen Spielern ein bisschen mehr Anlaufzeit geben wollen, damit die ganzen organisatorischen Dinge, auch die Medientermine, jetzt passieren und sie dann schnellstmöglich integriert werden können ohne zu viel Nebengeräuschen", erläuterte Feldhofer. Greil fühlte sich an die Anfangszeit der Corona-Pandemie zurückversetzt. "Da haben wir das Kleingruppentraining gehabt, das hat ungefähr so ausgeschaut", sagte der Ex-Klagenfurter schmunzelnd.

Der 25-Jährige hat vor zwei Wochen eine Wohnung in Wien bezogen und erste Eindrücke sammeln können. "Man merkt schon, das der Club eine Spur größer ist. Die Herangehensweise was Training und Spielweise betrifft, ist doch ein bisschen anders. Wie es dann genau ausschaut, wird man sehen", sagte Greil. Im Gegensatz zu Klagenfurt, wo er im Mittelfeld gesetzt war, wartet in Hütteldorf eine größere Konkurrenz auf ihn. "Es ist für mich gut, wenn man immer eine Challenge hat. Ich sehe das nur positiv."

Sollbauer äußerte sich da ähnlich. "Wenn die Dichte höher ist, ist das eher ein Vorteil als ein Nachteil", meinte der Abwehrspieler. Er werde machen, was er in den letzten Jahren auch gemacht habe. "Ich werde das Rad nicht neu erfinden. Erfahrung, Mannschaft führen und mitreißen, für Stabilität sorgen - das sind die Attribute, die von mir verlangt werden und das werde ich auf den Platz bringen", versprach der Ex-Dresden-Kicker. Er freute sich durch den vorgezogenen Trainingsstart "ruhiger reinstarten" zu können. "Das ist für uns ein Vorteil."

Nicht dabei ist in der ersten Woche ein Tormann. "Es ist in den ersten Trainingstagen unüblich aufs Tor zu schießen", hat Rapids Coach kein Problem damit. Er hat in der Abwehr vor allem durch die Verpflichtung von Sollbauer mehr Möglichkeiten als bisher. "Ob Dreier- oder Viererkette werden wir im Training probieren. Es wird sich herauskristallisieren, was besser zu uns passt. Ich habe einen Plan, der muss sich aber mit dem decken, was ich auf dem Platz sehe", verlautete der Steirer.

Mit dem Transferprogramm ist er bisher "sehr glücklich". Mit Guido Burgstaller soll dem Vernehmen nach zudem demnächst ein zusätzlicher Stürmer verpflichtet werden. Gesucht wird dann zumindest noch ein Rechtsverteidiger. "Fertig sind wir nicht, wir werden weiter Ausschau halten ob sich was ergibt und wir wissen auch, dass immer wieder was in die andere Richtung auch passieren kann", sagte Feldhofer. Er ist von der Qualität der Neun klarerweise überzeugt. "Das Fragezeichen ist nur, ab wann treten wir homogen auf bzw. haben wir alle integriert."

Quelle: Agenturen