APA/APA/EXPA/ROLAND HACKL/EXPA/ROLAND HACKL

Rapid bei Barisic-Comeback mit 4:1-Cuperfolg bei WSG Tirol

18. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Zoran Barisic hat seine Rückkehr auf die Trainerbank des SK Rapid erfolgreich gestaltet. Die Wiener zogen am Dienstag im ersten Spiel nach der Ablöse von Ferdinand Feldhofer ins Viertelfinale des ÖFB-Cups ein. Rapid bezwang die WSG Tirol in Wattens mit 4:1 (1:1). WSG-Torschütze Thomas Sabitzer vergab beim Stand von 1:1 einen Elfmeter (55.). Für Rapid trafen Marco Grüll (6.) sowie die eingewechselten Roman Kerschbaum (74.), Ferdy Druijf (76.) und Bernhard Zimmermann (84.).

Der als Interimscoach eingesetzte Sport-Geschäftsführer Barisic setzte im Vergleich zum 0:1 in der Liga am Samstag in Ried, das Feldhofer den Job gekostet hatte, auf fünf Neue in der Startformation. Den am Finger verletzten Niklas Hedl ersetzte im Tor Paul Gartler. Guido Burgstaller gab im 4-2-3-1-System den Solostürmer. Im offensiven Mittelfeld agierte Christoph Knasmüllner, der zuletzt nur wenige Einsatzminuten erhalten hatte, erstmals seit Juli von Beginn an.

Burgstaller tauchte vor 3.150 Zuschauern im Gernot-Langes-Stadion schon in der ersten Minute nach Flanke von Thorsten Schick vor WSG-Keeper Ferdinand Oswald auf, brachte den Ball aus kurzer Distanz im Rutschen aber nicht aufs Tor. Die Wattener starteten zu passiv. Das rächte sich nach etwas mehr als fünf Minuten: Eine Flanke des unbedrängten Knasmüllner fand am langen Eck Grüll, der einen Bodenauf-Kopfball an Oswald vorbei ins Netz beförderte.

Die Tiroler fingen sich, waren mitunter sogar die gefährlichere Mannschaft. Mehr als ein Blume-Freistoß, der knapp am Tor vorbeiging (9.), schaute vorerst aber nichts heraus. Rapid offenbarte vor allem bei langen Bällen Probleme im Defensivverhalten. Der Ausgleich fiel aber nach einem langen Einwurf, der Ex-Rapidler Lukas Sulzbacher ist dafür bekannt. Per Kopfballverlängerung von Felix Bacher kam der Ball zu Sabitzer, der mit einem Flachschuss überlegt ins rechte Eck abschloss (37.).

Nach Seitenwechsel versperrte der eingewechselte Rapid-Kapitän Christopher Dibon im Strafraum Sabitzer den Weg. Der zu Fall Gekommene jagte den verhängten Elfmeter aber über das Tor. Auf der Gegenseite ging ein abgefälschter Burgstaller-Schusses knapp daneben (59.). Rapid tat sich weiterhin schwer, ehe ein Freistoß-Fernschuss von Grüll, den Oswald entschärfte, die entscheidenden Minuten einleitete (74.).

Nach einem Eckball von Grüll bediente Burgstaller per Kopf Kerschbaum, der ebenfalls per Kopf aus kurzer Distanz einnetzte. Keine zwei Minuten später fing Burgstaller einen missglückten Pass von Oswald im Spielaufbau ab, bediente Druijf - und der Niederländer musste nur noch Danke sagen. Den letzten Treffer, Rapids dritten per Kopf, besorgte Zimmermann nach schöner Flanke von Patrick Greil. Um ein Haar wäre es für die WSG noch schlimmer gekommen: Oswald parierte einen Schick-Volley aber mithilfe der Latte (89.).

Rapid landete damit nach dem 5:0 in der Liga vor zweieinhalb Wochen in Innsbruck den zweiten hohen Auswärtssieg gegen die WSG. Die Hütteldorfer hatten zwar härter zu kämpfen, als ihnen lieb war - sie dürfen aber weiter von ihrem ersten Cup-Titel seit 1995 träumen. In der vergangenen Saison war Rapid im Viertelfinale zu Hause an Hartberg gescheitert (1:2).

Das einzige Achtelfinal-Duell zweier Bundesliga-Clubs in diesem Jahr war für Barisic das erste Spiel als Rapid-Trainer seit 2016. Nach zwei Auslandsengagements war der frühere ÖFB-Internationale im Mai 2019 als Sportchef zu den Grün-Weißen zurückgekehrt.

Quelle: Agenturen