"Rage Room" für Tennis-Spielerinnen bei Turnier in Texas
Die US-Amerikanerin hatte nach einer klaren Niederlage in den Katakomben der Rod Laver Arena aus Frust ihren Schläger zertrümmert. Die Weltranglisten-Dritte wähnte sich dabei unbeobachtet, wurde aber von Kameras gefilmt, sodass jeder ihren Wutausbruch sehen konnte. Sie habe extra nach einem Ort gesucht, wo sie dachte, unbeobachtet zu sein, da sie kein schlechtes Vorbild vor allem für Kinder habe sein wollen, hatte Gauff danach erklärt. "Vielleicht sollten wir mal darüber reden. Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Turnier der einzige private Ort die Umkleidekabine ist."
Das brachte die Veranstalter in Texas offenbar auf eine Idee. "Wir stellen vor: den ATX Open Rage Room - den ersten seiner Art -, in dem Spielerinnen in einer sicheren Umgebung ohne Kameras privat ihre Frustration oder Emotionen zum Ausdruck bringen können", schrieb das WTA-250-Turnier auf seinen Social-Media-Plattformen. Die Reaktionen sind online überwiegend positiv. Einige stellten jedoch die Frage, ob dies Spielerinnen und Spieler dazu ermutigen würde, ihre Frustration auf physische Weise auszuleben. Gauff ist beim vergleichsweise kleinen Heimturnier übrigens nicht am Start.
Zusammenfassung
- Beim aktuell stattfindenden WTA-250-Turnier in Austin/Texas wurde erstmals ein 'Rage Room' eingerichtet, in dem Spielerinnen in einem geschützten Raum ohne Kameras Gegenstände zerstören können.
- Auslöser war der von Videokameras dokumentierte Wutausbruch der Weltranglisten-Dritten Coco Gauff bei den Australian Open, der eine Debatte über Privatsphäre und Kamerapräsenz bei Turnieren auslöste.
- Die Reaktionen auf das neue Angebot sind überwiegend positiv, allerdings gibt es auch Stimmen, die befürchten, dass dadurch physischer Frustabbau gefördert werden könnte.
