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Portugal nach 2:0 gegen Uruguay bereits im Achtelfinale

28. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Portugal hat bei der Fußball-WM als dritte Mannschaft vorzeitig das Achtelfinal-Ticket gezogen. Die Selecao gewann am Montag in Lusail gegen Uruguay mit 2:0 (0:0) und darf damit zum Gruppenabschluss Kräfte schonen.

Viel war vor dem Anpfiff von Altstars hüben wie drüben die Rede. Bei Portugal war der 37-jährige Ronaldo nicht der älteste Akteur am Feld. Teamkollege Pepe war im Alter von 39 Jahren und 275 Tagen der drittälteste Feldspieler, der in einem WM-Spiel eingesetzt wurde.

Cavani statt Suarez

Einen prominenten Abwesenden mit Lebenserfahrung gab es bei Uruguay. Luis Suarez saß nach seiner ausbaufähigen Vorstellung gegen Südkorea (0:0) auf der Bank, stattdessen stürmte der einen Monat jüngere Edinson Cavani. Der Stürmer durfte als Portugal-Schreck gelten, er besiegelte bei der WM 2018 mit zwei Treffern im Achtelfinale das Aus der Iberer.

Portugal dominiert leicht

Die Südamerikaner begannen vor über 88.000 Zuschauern mit Härte. Rodrigo Bentancur sah rasch Gelb und erhielt nach einem weiteren Vergehen vom iranischen Referee Alireza Faghani eine erste Belehrung. Ronaldo versuchte sich in typischer Manier per Freistoß, schoss aber in die Mauer. Die Portugiesen waren die aktivere Elf und dominierten, Uruguay war in erster Linie bemüht, die Räume in der eigenen Spielhälfte zu schließen.

Flitzer sorgte für Aufsehen

Die um sich greifende Langeweile durchbrach zu Beginn der zweiten Halbzeit ein Flitzer, der mit einer Regenbogenflagge übers Feld rannte. Auf seinem Shirt forderte der Platzstürmer außerdem "Respect For Iranian Women" und "Save Ukraine". Joao Felix schoss ins Außennetz, ehe die Torsperre durchbrochen wurde. Fernandes flankte, Ronaldo schraubte sich in der Mitte hoch. Ob er den Ball noch berührt hatte, ließ sich nicht gleich eruieren, feiern ließ sich "CR7" vorsorglich. Der Treffer wurde Fernandes verbucht, Ronaldo fehlt auf Portugals WM-Rekordtorschützen Eusebio (9 Treffer) damit weiter ein Tor.

Per Elfer Entscheidung

Uruguay erwachte nach dem Gegentor notgedrungen. 20 Minuten vor Schluss kam auch Suarez ins Spiel, der wirkungslose Cavani musste raus. Der ebenfalls eingewechselte Maxi Gomez ließ mit einem Abschluss vom Sechzehner die Stange erzittern (74.), Suarez schoss nach einem Freistoß ins Außennetz (78.). Portugal wankte nun ein wenig, schaffte aber per Elfer die Entscheidung. Vorsatz war Jose Gimenez bei seinem Blockversuch nicht nachzuweisen, nach VAR-Intervention gab Faghani dennoch Strafstoß. Da Ronaldo bereits ausgetauscht war, verwertete Fernandes sicher. Der Profi von Manchester United schrammte mit einem Schuss an die Außenstange noch knapp an einem Hattrick vorbei.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo