APA - Austria Presse Agentur

Pogacar auf erster Tour-Alpenetappe eine Klasse für sich

03. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat auf der verregneten ersten Alpenetappe der Tour de France seine Muskeln spielen lassen. Der Slowene aus dem UAE-Team übernahm am Samstag als Vierter des achten Teilstücks von Oyonnax über 150,8 Kilometer und drei Erstkategorie-Pässe nach Le Grand-Bornand das Gelbe Trikot mit fast zwei Minuten Vorsprung. Vor dem ersten Ruhetag kann er sich am Sonntag bei der Bergankunft in Tignes noch weiter von seinen Rivalen absetzen.

Den Tagessieg sicherte sich der im Gesamtklassement uninteressante Belgier Dylan Teuns, der für den zweiten Erfolg des Bahrain-Teams in Folge sorgte. Teuns hatte auch schon 2019 die erste Tour-Bergetappe für sich entschieden. Rund eine dreiviertel Minute hinter dem Belgier erreichte der bisher fünftplatzierte Pogacar den Zielort, in dem er lange auf seine schärfsten Gesamtklassementrivalen warten durfte. Der 22-Jährige führt nun 1:48 Minuten vor dem belgischen Klassikerspezialisten Wout van Aert, der aber in den Bergen weiter zurückfallen wird.

Bereits über vier Minuten Rückstand haben die starken Kletterer Alexej Luzenko (Astana) und Rigoberto Uran (EF) auf den Positionen drei und vier. Der bisherige Spitzenreiter Mathieu van der Poel fiel weit zurück.

Während der am Mittwoch im Zeitfahren siegreiche Pogacar auf dem harten und wegen nasser Straßen besonders gefährlichen Weg über die Cote de Mont-Saxonnex, den Col de Romme und den Col de la Colombiere im vorletzten Anstieg eine erfolgreiche Soloattacke lancierte, waren andere Stars längst abgehängt. Einzig Richard Carapaz (Ineos) vermochte beim Angriff des Slowenen kurz mitzuhalten, aber auch der frühere Giro-Sieger war bald abgehängt, der Ecuadorianer ist fünf Minuten zurück hinter dem Dänen Jonas Vingegaard (Jumbo) Gesamtsechster.

Der im Gesamtklassement ohnehin bereits weit zurückgelegene Vorjahreszweite Primoz Roglic büßte erneut enorm viel Zeit ein. Der Slowene war vor einigen Tagen gestürzt und hatte Blessuren am gesamten Körper davongetragen. Der gleichfalls von einer Sturzverletzung beeinträchtigte Ex-Gesamtsieger Geraint Thomas kam auch erst mit großem Rückstand ins Ziel, ebenso der am Vortag siebentplatzierte Niederösterreicher Patrick Konrad. Auf den nassen Straßen war es zu einigen Stürzen gekommen, auch Michael Gogl schlug hart am Asphalt auf, der Oberösterreicher konnte aber weiterfahren.

Quelle: Agenturen