APA - Austria Presse Agentur

Paris 2024 mit mehr Kletter-Medaillen und LG-Rudern

08. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Die am Montag vom Internationalen Olympischen Komitee beschlossene Reduzierung und Umschichtung der Wettbewerbe für die Sommerspiele 2024 in Paris betrifft nicht das Leichtgewichtsrudern, wie man im österreichischen Ruderverband überrascht zur Kenntnis nahm. Freude herrscht auch bei den Kletterern, denn es gibt zusätzliche Medaillenchancen. Die Kombination wird anders als in Tokio nur noch aus Lead und Bouldern bestehen, der Speed-Bewerb wird eigenständig.

"Das ist eine wichtige Entscheidung für unseren Sport. Jede der drei Disziplinen hat ganz eigene Herausforderungen, es ist eigentlich kaum möglich, in allen auf Weltklasse-Niveau zu sein", sagte KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm. Ziel müsse es sein, langfristig alle drei Disziplinen als eigene Medaillenentscheidung im Olympiaprogramm zu haben. "Mit einer Medaillenentscheidung mehr pro Geschlecht kommen wir unserem Ziel einen wichtigen Schritt näher."

Die Anzahl der teilnehmenden Athletinnen und Athleten wird von 40 (Tokio) auf 68 angehoben. Weltmeister Jakob Schubert, der wie Jessica Pilz für Tokio qualifiziert ist, ist schon auf die Formel gespannt, wie man Bouldern und Lead zusammenzuzählen will. "Eines ist aber gewiss: Ich möchte 2024 in Paris wieder um eine Medaille mitklettern."

Weiterhin 14 Medaillenentscheidungen inklusive dem Leichtgewichts-Doppelzweier haben die Ruderer. "Wir sehen uns im Bereich der Leichtgewichte gut aufgestellt und freuen uns für die Athletinnen und Athleten dieser Disziplin", wird ÖRV-Sportdirektor Norbert Lambing in einer Aussendung zitiert. Für die junge Disziplin Coastal Rudern besteht Hoffnung auf Aufnahme für 2028. "Es bleibt uns Zeit, unsere Konzepte weiterzuentwickeln und voranzubringen."

Im Segeln wird die Athletenquote um 20 auf 330 gesenkt, es wird mit Windsurfen, Laser/Laser Radial und 49er noch je drei Klassen getrennt für Damen und Herren geben, sowie vier weitere gemischte Kategorien. Es sind dies Nacra17, 470er, Kiteboarding und eine weitere noch zu bestimmende Klasse. Änderungen bzw. Umschichtungen innerhalb einer Sportart gibt es auch im Schießen und Kanu, in der Leichtathletik weicht das 50 km Gehen einem Mixed-Event, im Boxen geht eine Medaillenentscheidung der Männer zu den Frauen über, im Gewichtheben werden Klassen gestrichen.

Insgesamt steigt die Zahl der Mixed-Wettbewerbe für Paris von 18 auf 22. Zum ersten Mal in der Geschichte Olympischer Spiele wird der Anteil von Frauen und Männer jeweils fünfzig Prozent betragen. Während in Japan noch 11.092 Sportlerinnen und Sportler erwartet werden, sollen es in Frankreich drei Jahre später 592 weniger und exakt 10.500 sein. Statt 339 Wettbewerben wie für die Tokio-Spiele im nächsten Jahr geplant sollen es in Paris 329 sein.

Quelle: Agenturen