APA - Austria Presse Agentur

Olympia: Lukas Weißhaidinger holt historisches Bronze im Diskuswurf

31. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Lukas Weißhaidinger holt bei den Olympischen Spielen in Tokio Bronze im Diskuswurf. Er warf den Diskus auf 67,07 m und holte damit die fünfte Medaille für Österreich bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Lukas Weißhaidinger hat als erster männlicher Leichtathlet eine Olympiamedaille für Österreich gewonnen. Der 29-jährige Oberösterreicher holte am Samstag im Olympiastadion von Tokio mit einem starken Auftritt Bronze. Der WM-Dritte warf den Diskus auf 67,07 m. Weißhaidinger musste sich damit nur Weltmeister und Topfavorit Daniel Stahl, der 68,90 m erreichte, und dessen Landsmann Simon Pettersson (67,39 m) beugen.

Österreichs sportliche Bilanz in Japan erhielt mit Medaille Nummer fünf ebenso einen weiteren Aufputz. Zuvor hatte Anna Kiesenhofer für das 75-köpfige ÖOC-Team sensationell Gold im Rad-Straßenrennen erobert. Dazu gab es Silber im Judo durch Michaela Polleres (bis 70 kg) sowie Bronze für deren Teamkollege Shamil Borchashvili (bis 81 kg) und Magdalena Lobnig im Ruder-Einer.

Es ist die achte Medaille für Österreichs Leichtathletik bei Olympischen Spielen, die erste eines Mannes in der österreichischen Olympia-Geschichte. Das einzige Gold gewann bisher Speerwerferin Herma Bauma 1948 in London. Das bis dato letzte Edelmetall ging 2000 in Sydney mit Silber auf das Konto von 800-m-Läuferin Stephanie Graf.

Dritte Bronzemedaille in Folge

Für Weißhaidinger war es die dritte Bronzemedaille in Folge bei einem Großereignis nach der EM 2018 in Berlin und der WM 2019 in Doha. Anfang Juni diesen Jahres verbesserte Weißhaidinger in Eisenstadt den von ihm gehaltenen österreichischen Rekord auf 69,04 m. Aus der Qualifikation in Tokio stieg er als Fünfter mit 64,77 m auf, bewies dabei aber Nervenstärke, weil er erst im dritten und letzten Versuch einen gültigen Wurf landete.

Mit seinem Trainer Gregor Högler hatte sich Weißhaidinger dazu entschieden, die Sommerspiele als Kurzausflug in Angriff zu nehmen, sie landeten erst am Mittwoch in Tokio. Ein Teil der Konkurrenz hatte ein längeres Pre-Camp zur Anpassung absolviert, die Österreicher stellten sich zumindest zeitlich bereits daheim um.

"Mir ist klar, dass es ein Risiko ist und ich die Verantwortung übernehme. Man wird dann sehen, wer recht hat", hatte Högler gemeint. Weiters hatte man das spezielle Krafttraining vorgezogen und sich danach darauf konzentriert, das Timing zu finden. Wie sich zeigte, ist der Plan aufgegangen.

Quelle: Redaktion / hos