APA/ROBERT JAEGER

ÖFB-Team startet mit positiven Gefühlen in dritte Auflage der Nations League

31. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft beginnt mit dem Auswärtsspiel am Freitag in Osijek gegen Kroatien die dritte Teilnahme an der Nations League. Bisher hat die ÖFB-Auswahl mit dem erstmals 2018 ausgetragenen Bewerb durchaus positive Erfahrungen gemacht - die Bilanz steht bei sechs Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 12:8.

Die erste Auflage endete für David Alaba und Co. vor knapp vier Jahren in Liga B mit Endrang zwei. Zwei Jahre später gewannen die Österreicher die Gruppe mit Norwegen, Rumänien und Nordirland und stiegen zu den Top-Teams in die Liga A auf, wo nun neben Vize-Weltmeister Kroatien auch Weltmeister Frankreich und EM-Semifinalist Dänemark die Gegner sind. Sollte in diesem Pool der letzte Platz vermieden werden, wäre man auch bei der nächsten Nations-League-Auflage wieder bei den Besten dabei.

Nations League bietet zusätzliche Chancen 

Dies hätte nicht nur weitere Duelle mit den stärksten Mannschaften des Kontinents zur Folge, sondern auch positive Auswirkungen auf die Qualifikations-Chancen für große Turniere. So bedeutet die Zugehörigkeit zur Liga A etwa, dass die ÖFB-Truppe bei der Auslosung der EM-Qualifikations-Gruppen am 9. Oktober in Frankfurt im schlechtesten Fall aus Topf zwei gezogen wird. Außerdem stünde Österreich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im Play-off für die EURO 2024, sollte man die EM-Quali im kommenden Jahr nicht unter den Top zwei abschließen.

Eine zweite Chance auf ein Endrunden-Ticket bekam Österreich dank der Nations League schon vor einigen Monaten im WM-Play-off, ließ sie aber durch die Halbfinal-Niederlage in Cardiff gegen Wales (1:2) ungenutzt. "Das übergeordnete Ziel ist die EM. Aber wir haben gesehen, wie wichtig die Nations League sein kann, weil sie uns noch eine Chance als Hintertür geboten hat", erinnerte ÖFB-Offensivmann Christoph Baumgartner.

Die Nations League wurde vor allem deshalb eingeführt, um den Nationalverbänden mehr Bewerbspartien und damit mehr Einnahmen zu ermöglichen. Damit die Spannung gesteigert wird, stehen im Rahmen der Nations League auch Startplätze für EM- oder WM-Endrunden auf dem Spiel. Diesmal werden in Play-offs im März 2024 die letzten drei Teilnahmeberechtigungen für die Europameisterschaft in Deutschland vergeben. Den Pokal für den Nations-League-Sieg spielen die vier Gruppensieger von Liga A im Juni 2023 untereinander aus. Frankreich ist Titelverteidiger, die erste Auflage hat Portugal gewonnen.

Quelle: Agenturen / mpa