APA - Austria Presse Agentur

Niederlande atmen durch - Play-off-Feld mit Österreich klar

17. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Nach der verpassten WM 2018 dürfen die Niederländer in Katar wieder ihr Können zeigen. Zudem ist nach dem letzten Spieltag der Qualifikation klar, welche zwölf Mannschaften im Playoff um die drei verbleibenden WM-Tickets kämpfen werden.

Durch das 2:2 in Montenegro war für die Niederländer im Quali-Finish verlieren verboten angesagt. Als das große Zittern bereits begann, schafften Steven Bergwijn (84.) und Memphis Depay (91.) vor leerer Kulisse in Rotterdam aber die entscheidenden Tore und Beruhigung bei Van Gaal, der die Partie wegen einer Hüftverletzung im Rollstuhl sitzend von der Tribüne aus verfolgte. Der sonst so abgebrüht wirkende van Gaal offenbarte nach dem Fixplatz für die Endrunde 2022 Einblick in seine Emotionen: "Die Stimmung war am Tag nach Montenegro etwas angeschlagen, dann hatte ich Angst, dass es ganz schief gehen könnte", sagte der 70-Jährige nach dem 2:0 gegen Norwegen am Dienstagabend.

Kapitän Virgil van Dijk sprach von einer völlig verdienten WM-Teilnahme. "Natürlich ist man nicht gerne in so einer Situation. Aber es war eben so und wir haben Charakter bewiesen", meinte der Liverpool-Star.

Playoff-Feld fixiert 

Während die Niederlande bereits beruhigt die Reise ins Emirat planen können, ist mit Dienstagabend auch das Feld der noch darauf hoffenden europäischen Teams fixiert. Die Türkei steht ebenso im Play-off wie die Ukraine. Wales darf nach dem 1:1 gegen Belgien nun gar als gesetztes Team auf die Auslosung am 26. November (17.00 Uhr) in Zürich blicken. Gareth Bale und Co. sind damit einer von sechs möglichen Gegnern von Österreich.

Das ÖFB-Team ist ungesetzt und bestreitet das Play-off-Halbfinale damit auswärts. Ebenfalls fix: Russland und die Ukraine können aus politischen Gründen nicht gegeneinander antreten. Die beiden Nationen werden damit nicht gemeinsam in einem der drei Vierer-Pools gereiht.

"Chancen haben wir, glaube ich, gegen jeden. In einem Spiel ist immer viel möglich", meinte ÖFB-Präsident Gerhard Milletich am Dienstag grundsätzlich. Die Bandbreite der Gegner lässt dennoch mehr oder weniger schwere Aufgaben erahnen. Europameister Italien oder Ex-Champion Portugal sind ebenso möglich wie Russland, Schottland, Schweden oder Wales. Die Schweden sind aus dem Quartett im FIFA-Ranking als 17. formell am stärksten. Im Halbfinale - Spieltermine sind der 24. und 25. März 2022 - müssen sie aber auf den gesperrten Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic verzichten.

Wales ist aktuell 19. der Weltrangliste und war schon 2016/2017 Österreichs Gegner in der WM-Qualifikation. Damals gab es gegen die Briten ein Remis und eine Niederlage. Russland (33.) hielt Vizeweltmeister Kroatien in der Gruppe lange in Schach und musste im direkten Duell erst nach einem späten Eigentor ins Play-off. Schottland (42.) kennen die Österreicher aus der abgelaufenen Qualifikationsphase ohnehin bestens.

Während die Schotten schon die EM im vergangenen Sommer über ein Play-off erreicht haben, hat Österreich ein solches K.o.-Duell seit 2001 nicht mehr bestritten. Damals kam gegen die Türkei in der Barrage für die WM 2002 in Hin- und Rückspiel (0:1, 0:5) das Aus.

Quelle: Agenturen / mpa