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NFL: Die Highlights von Week 15

20. Dez. 2022 · Lesedauer 5 min

Die amtierenden Superbowl-Sieger haben keine Chance mehr, in die Playoffs zu kommen, die Minnesota Vikings haben einen 33 Punkte-Rückstand nach der Pause gedreht und Jenkins läuft in der Overtime nach Interception zum Final-Touchdown.

Alle Highlights von Woche 15 der National Football League.

Seattle Seahawks vs. San Francisco 49ers (0:7, 3:7, 3:7, 7:0)

Die San Francisco 49ers haben in der National Football League (NFL) die NFC West Division frühzeitig gewonnen und sich damit für die Play-offs qualifiziert. Die 49ers siegten am Donnerstagabend mit 21:13 bei den Seattle Seahawks und können nach dem zehnten Sieg drei Spieltage vor dem Ende des Grunddurchgangs nicht mehr von Rang eins verdrängt werden. Die Seahawks auf Platz zwei halten bei sieben Siege und sieben Niederlagen.

NFL-Neuling Brock Purdy machte als Quarterback der 49ers erneut ein fehlerfreies Spiel und warf zwei Touchdown-Pässe. "Er ist so ein schlauer Spieler. Ich bin stolz auf ihn", sagte 49ers-Starverteidiger Nick Bosa. Das Spiel war geprägt von zwei starken Defensivlistungen beider Mannschaften. Trotzdem bekamen die Seahawks 49ers-Runningback Christian McCaffrey nicht in den Griff. Über ihn kamen die 49ers erst so richtig ins Spiel.

Green Bay Packers vs. Los Angeles Rams 24:12 (3:0, 7:6, 14:6, 0:0)

Die Packers haben mit dem Sieg über die Rams noch eine Chance auf die Playoffs. Für die amtierenden Superbowl-Sieger gibt es hingegen keine Chance mehr, in die Playoffs zu kommen. Die Rams treten damit in die zweifelhaften Fußstapfen der Denver Broncos von 2016, die als letzter amtierender Champion im Folgejahr die Playoffs verpassten.

Generell war es ein sehr zurückhaltendes und ausgeglichenes Match. Zum einen wurden genauso viele Pässe, wie Run-Spielzüge auf Seiten von Green Bay gespielt, zum anderen ließ sich Baker Mayfield, nach seinem spektakulären Debüt vorige Woche, zu oft zu lange Zeit und wurde gesackt. Rodgers auf der Gegenseite lieferte abermals kein hervorragendes Spiel ab, schmiss seine bereits zehnte Interception. Das gelang ihm nur zweimal in seiner Karriere.

Buffalo Bills vs. Miami Dolphins 32:29 (7:3, 14:10, 0:13, 11:3)

Als zu Beginn des vierten Quartals der Schnee zu fallen begann, fanden sich Josh Allen und die Buffalo Bills gegen die Warm-Wetter Miami Dolphins in ihrem Element wieder. Die Bills holten einen Acht-Punkte-Rückstand auf, gekrönt von Tyler Bass, der kurz vor Ablauf der Zeit ein 25-Yard-Field-Goal traf, um so Buffalo zu einem 32:29 Sieg zu führen.

Dieser späte Erfolg führte in Folge wortwörtlich zu einer Schneeschlacht zwischen Fans und Spieler. Die Bills sicherten sich unter Trainer Sean McDermott ihren vierten Playoff-Platz in Folge und den fünften in sechs Spielzeiten.

Chicago Bears vs. Philadelphia Eagles 20:25 (0:0, 6:10, 7:7, 7:8)

Die Eagles brauchen in den letzten drei Spielen nur noch einen Sieg, um sich in den Playoffs das Heimrecht zu sichern. Die Chancen stehen also gut für die Männer aus Philadelphia, jedoch werden die letzten Spiele wohl spannender als bisher. Zum einen hat sich Star-QB Jalen Hurts bei der Schulter verletzt und fällt zumindest einmal gegen Dallas am kommenden Wochenende aus, zum anderen werden sicher einige Spieler für die Playoffs geschont. 

Trotzdem konnten die Eagles gegen die Bears einen Auswärtssieg einfahren. Bengals-QB Justin Fields aus Chicago lief 95 Yards und schloss sich Michael Vick und Lamar Jackson als einzige Quarterbacks an, die 1.000 oder mehr Running Yards erreichten. Trotzdem verlieren die Bears ihr siebtes Spiel in Folge.

Minnesota Vikings vs. Indianapolis Colts 39:36 (0:17, 0:16, 14:3, 22:0, 3:0)

Die Minnesota Vikings versammelten sich zur Halbzeit in ihrem Umkleideraum, Cornerback Patrick Peterson gab den entscheidenden Ton für ein historisches Comeback an, indem er seinen offensiven Teamkollegen versprach, dass die Verteidigung keinen einzigen Punkt für die Colts mehr zulassen werde. 

"Wir brauchen nur fünf Touchdowns", sagte Peterson. "Das ist gar nichts." Und so kam es auch. Die Vikings feierten das größte Comeback in der Geschichte der NFL und machten ein 33-Punkte-Rückstand wett, indem sie die Colts am Samstag mit 39:36 nach Overtime und Greg Josephs 40-Yard-Field-Goal besiegten, drei Sekunden vor Schluss. Kirk Cousins warf 460 Yards und vier Touchdowns.

Jacksonville Jaguars vs. Dallas Cowboys 40:34 (0:7, 7:14, 17:6, 10:7, 6:0)

Rayshawn Jenkins schnappte sich den Ball Zentimeter über dem Boden und rannte Richtung Endzone. Er hätte auf Nummer sicher gehen und einfach aus dem Spielfeld laufen können. Aber das war weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Ort dafür – nicht für einen Typen, der noch nie eine Interception direkt für einen Touchdown returned hatte.

Jenkins fing Dak Prescotts Pass in der Overtime ab und rannte das Ei 52 Yards in die Endzone. Das bescherte den Jacksonville Jaguars am Sonntag einen atemberaubenden 40:34 Sieg über die Dallas Cowboys. Diese Szene beendete die seit vier Spielen anhaltende Siegesserie von Dallas. 

Tampa Bay Buccaneers vs. Cincinnati Bengals 23:34 (3:0, 14:3, 0:17, 6:14)

Nach 17 Punkten Rückstand nutzten die Bengals untypische Fehler des siebenmaligen Super-Bowl-Siegers aus und konnten so nach einem schlechten Start schlussendlich die Tampa Bay Buccaneers mit 34:23 besiegen. Joe Burrow machte nicht seine beste Partie, schmiss 200 Yards und eine Interception, 27 von 39 Pässen kamen an.

Das bedeutet den bereits sechsten Sieg in Folge für die Bengals. Die Bucs (6-8) verlieren somit zum dritten Mal in vier Spielen und verpassen die Gelegenheit, in der NFC South frühzeitig den Division-Titel einzufahren.

Die weiteren Highlights: 

Thomas GolavcnikQuelle: Redaktion