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Nachfolger Ten Hag an Rangnick-Aus bei United beteiligt

24. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Der neue Trainer Erik ten Hag ist laut einem Bericht des US-Senders ESPN am völligen Rückzug von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick bei Manchester United mitbeteiligt gewesen. Demnach sei es zwischen Rangnick, der nach seiner Zeit als United-Coach eigentlich neben seiner ÖFB-Tätigkeit noch als Berater beim englischen Fußball-Rekordmeister hätte arbeiten sollen, auch nicht zu einer persönlichen Übergabe gekommen. Ten Hag habe es bei einem Telefongespräch belassen.

ESPN bezog sich für seine Informationen auf nicht näher genannte Quellen. Ten Hag hatte Ajax Amsterdam in der vergangenen Saison zum niederländischen Meistertitel geführt. Auf einen Vorschlag Rangnicks, dass United für die neue Saison bis zu zehn neue Spieler holen müsse, hatte der 52-jährige Niederländer bereits skeptisch reagiert. Bereits bei seiner Vorstellung als United-Coach hatte Ten Hag betont, dass er die endgültigen Entscheidungen treffen werde. "Am Ende werde ich meine eigene Linie verfolgen."

Rangnick, der das Team der "Red Devils" im Saisonverlauf übernommen und in der Premier League auf Platz sechs geführt hatte, war zu diesem Zeitpunkt über einen Anschlussvertrag noch für zwei Jahre als Berater bei United vorgesehen. Die Auflösung gab Rangnick auf Nachfrage in seiner ersten Pressekonferenz als ÖFB-Teamchef Ende Mai bekannt. In einer unmittelbar danach verschickten United-Mitteilung hieß es: "In beiderseitigem Einvernehmen wird sich Ralf nun ausschließlich auf seine neue Rolle als Teamchef des österreichischen Nationalteams konzentrieren."

Als Teil der Auflösungsvereinbarung soll United Rangnick laut ESPN-Angaben um eine Verschwiegenheitserklärung gebeten haben. Der Trainer, der mit dem ÖFB-Team in seinen ersten vier Spielen gegen Weltmeister Frankreich (1:1) und Vizeweltmeister Kroatien (3:0) gepunktet hat, hat sich seither nicht mehr entscheidend zu seiner United-Zeit geäußert. Der 63-jährige Deutsche soll unter anderem mit der Übergabe unzufrieden gewesen sein, berichtete ESPN auf seiner Website. Laut den Quellen sei Rangnick auf ein persönlichen Treffen mit Ten Hag eingestellt gewesen, dieses sei ihm aber nicht gewährt worden.

Quelle: Agenturen