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Mercedes kämpft in Barcelona um Ende der Konfusion

18. Mai 2022 · Lesedauer 3 min

Vom Formel 1-Debüt in Miami geht es für die "Königsklasse" des Motorsports am kommenden Wochenende zurück nach Europa. Dann wird auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo der Große Preis von Spanien ausgetragen. Als WM-Führender geht Ferraris Charles Leclerc am Sonntag in das sechste Saisonrennen, Red-Bull-Ass Max Verstappen ist ihm aber dicht auf den Fersen. Bei Mercedes hofft Teamchef Toto Wolff auf "einen weiteren Schritt nach vorne".

In Miami ließen die "Silberpfeile" abschnittsweise erkennen, was offenbar irgendwo verborgen im Auto schlummert. Im Freitagstraining stellte George Russell die Bestzeit auf - nicht zuletzt die Mercedes-Mannschaft selbst überraschte das. Nach dem dritten Training und dem Qualifying machte sich dann zwar Ernüchterung breit, im Rennen hatten Russell und Lewis Hamilton das drittschnellste Auto und konnten in die Entscheidung um die Podestplätze nicht eingreifen. Russell belegte unmittelbar vor seinem englischen Landsmann Hamilton den fünften Platz.

"Im Freitagstraining hat das Auto Ansätze seines wahren Potenzials durchblitzen lassen", sagte der Wiener Wolff in einer Aussendung des Rennstalls. "Mit dem drittschnellsten Auto im Feld haben wir in Miami die für uns maximal mögliche Punkteausbeute herausgeholt." Ein Funken Licht am Ende des Tunnels - dennoch befindet sich Mercedes weiter in einem Wettlauf mit der Zeit. Davon, die Performance regelmäßig aus dem Auto zu extrahieren, ist man noch weit entfernt. Die Situation ist wirr und undurchsichtig.

Immerhin erste Antworten und Hinweise, "in welche Richtung wir gehen müssen", seien vorhanden. "In den Fabriken wurde hart gearbeitet, um die Daten aus Miami zu analysieren und sie in Verbesserungen für Barcelona umzusetzen", meinte Wolff. "Entsprechend sind wir zuversichtlich, dass wir einen weiteren Schritt nach vorne machen werden."

Barcelona erst "das Ende des ersten Viertels" 

Je länger die Konfusion anhält, desto schlechter stehen die Chancen des Teams, in den WM-Kampf noch einzugreifen. Allerdings stehen noch 18 Rennen auf dem Programm, wie auch Wolff weiß. "Wenn die Formel 1-Saison ein Basketball-Spiel wäre, würde Barcelona erst das Ende des ersten Viertels darstellen. Wir wissen also, dass noch viel Zeit im Spiel verbleibt, sobald wir die gewonnenen Erkenntnisse in Performance auf der Rennstrecke umsetzen können", betonte der 50-Jährige.

Hamilton ist gemeinsam mit dem zweiten Rekordweltmeister Michael Schumacher Rekordsieger auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Beide errangen je sechs Siege in Montmelo. Bei den Pole Positions liegt Schumacher mit sieben Poles vor Hamilton mit sechs an der Spitze.

Quelle: Agenturen / mpa