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Medwedew bei US Open mühelos im Viertelfinale

Als erster deutscher Tennisprofi seit Boris Becker vor einem Vierteljahrhundert hat Alexander Zverev bei den US Open die Chance auf das Endspiel. Nach einem desolaten Auftakt rang der 23-Jährige am Dienstag in New York den Kroaten Borna Coric nieder. 1:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:1), 6:3 lautete am Ende das Ergebnis in dem Grand-Slam-Viertelfinale.

"Es war ganz klar, dass ich anfangen musste, besser zu spielen. Es war nicht viel Positives dabei. Ich musste einen Weg finden, den zweiten Satz zu gewinnen", sagte der Weltranglisten-Siebte darauf angesprochen, wie er nach einem Satzrückstand und einem 2:4 im zweiten Abschnitt wieder zurückkam. "Ich bin ruhig geblieben", kommentierte er: "Ich weiß, dass ich physisch relativ fit bin. Irgendwie musste ich durchkommen."

In einer skurrilen Partie wirkte Zverev gegen die Nummer 27 der Setzliste phasenweise verkrampft. Zu viele Fehler, zu passiv, phasenweise zu wenig Mumm - der Hamburger zeigte einen eher schwachen Auftritt, bleibt aber drin im nach der Disqualifikation des serbischen Topfavoriten Novak Djokovic sehr offenen Titelrennen des ersten Grand-Slam-Turniers nach der Coronavirus-Pause.

Im Kampf um den Finaleinzug tritt Zverev am Freitag als Favorit gegen den Spanier Pablo Carreño-Busta oder den Kanadier Denis Shapovalov an. Gegen beide hat er eine knapp positive Bilanz.

Lokalmatadorin Jennifer Brady steht indes erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Die Weltranglisten-41. gewann am Dienstag in New York ihr Viertelfinal-Debüt bei einem der vier wichtigsten Turniere gegen die Kasachin Julia Putinzewa souverän mit 6:3, 6:2. Die 25-jährige Brady spielt am Donnerstag gegen Mitfavoritin Naomi Osaka aus Japan oder ihre US-Landsfrau Shelby Rogers um den Einzug ins Endspiel.

Vorjahresfinalist Daniil Medwedew zeigt sich indes weiter in bestechender Form. Der 24-jährige Russe gewann in der vorangegangenen Nacht sein Achtelfinale gegen Frances Tiafoe aus den USA mit 6:4,6:1,6:0 und erreichte damit mühelos das Viertelfinale. Dort trifft er am Mittwoch auf seinen Landsmann Andrej Rubljow.

Für Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin war hingegen im Achtelfinale Endstation. Die US-Amerikanerin musste sich am Montag der Belgierin Elise Mertens klar mit 3:6,3:6 geschlagen geben. Mertens steht damit wie im Vorjahr in Flushing Meadows im Viertelfinale.

ribbon Zusammenfassung
  • Im Kampf um den Finaleinzug tritt Zverev am Freitag als Favorit gegen den Spanier Pablo Carreño-Busta oder den Kanadier Denis Shapovalov an.
  • Lokalmatadorin Jennifer Brady steht indes erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.
  • Die US-Amerikanerin musste sich am Montag der Belgierin Elise Mertens klar mit 3:6,3:6 geschlagen geben.
  • Mertens steht damit wie im Vorjahr in Flushing Meadows im Viertelfinale.